Berliner bei "Game of Thrones" Marc Rissmann, was sagen Sie GoT-Verweigerern?

Schauspieler Marc Rissmann. (Archivbild) Foto: imago images / Future Image

In der Nacht von Sonntag auf Montag geht die achte und letzte Staffel von "Game of Thrones" an den Start – mit Marc Rissmann. Für den Berliner geht damit ein Traum in Erfüllung. 

München - Bisher kannte kaum jemand den Schauspieler Marc Rissmann. Aber jetzt ist der 39-Jährige in der finalen Staffel von "Game of Thrones" – als Anführer der Goldenen Kompanie - mit von der Partie. 

Marc Rissmann (39) aus Berlin hat Theater und Rollen in "Tatort" oder "Soko" gespielt. 

AZ: Herr Rissmann, wie kamen Sie zu "Game of Thrones"?
MARC RISSMANN: Eine Freundin machte mich auf den Castingaufruf aufmerksam. Zwei, drei Wochen nachdem ich mein Video eingeschickt hatte, kam dann die Bestätigung. Ich musste sie wieder und wieder lesen. Ein Auftrag ist immer etwas Besonderes. Erst recht, wenn es etwas ist, das man kennt und für das man brennt.

Haben Sie schon früher daran gedacht, bei Game of Thrones mitzuspielen?
Die Serie gibt es schon seit 2010. Zu der Zeit war ich noch am Theater. Aber was für mich stimmt, das kommt zu mir, habe ich mir immer gesagt. Der Wunsch, in "Game of Thrones" mitzuspielen, war schon seit ein paar Jahren da. Ich mag gebrochene Charaktere.

Welche Botschaft haben Sie an diejenigen, die kein "Game of Thrones" schauen?
Meinem Vater habe ich die ersten drei Staffeln zu Weihnachten geschenkt. Nach fünf Tagen rief er mich an und sagte, er wäre durch und kann nicht mehr bis zu seinem Geburtstag auf den Rest der Serie warten. Die Serie zündet ganz schön. Sie geht einfach über das Fantasy-Genre hinaus. Politik und menschliche Energien sind ein großer Teil davon. Die Geschichte ist sehr intelligent – sogar die Action.

Was könnte sich unsere Welt abschauen?
Es gibt viel Identifikationspotenzial. Ob Jon Snow oder Cersei. Sie alle sind gebrochene Charaktere, die ihre Fehler mit sich herumtragen wie jeder von uns. Niemand ist perfekt. Davon, dass sich Menschen in dieser Fantasy-Welt für das Gute zusammentun, könnte sich die unsere Gesellschaft schon etwas abgucken.

Haben Sie die Bücher gelesen?
Nein. Ich habe nur zur Vorbereitung für meine Figur nachgeschlagen.

Haben Sie den Autor George R. R. Martin getroffen?
Nein leider nicht.

Wie unterscheidet sich "Game of Thrones" von anderen Produktionen?
Game of Thrones ist ein Sonderfall durch die schiere Größe der Produktion. Es wird teilweise parallel gedreht. Die Liebe zum Detail ist sehr hoch, genauso wie die technischen Anforderungen. Das verlangsamt den Drehrhythmus. Der Set-Alltag beginnt sehr früh. Um 4.30 Uhr steht man auf und geht in die Maske. Für mich ist es auch nur eine Kamera, auch wenn mehr Leute da sind. In diesem Sinne gibt es gar nicht so viele Unterschiede. Durch das Fantasy-Genre ist es dementsprechend mehr Aufwand, alles glaubhaft darzustellen. Sehr viel wird real. Kulissen und andere Sachen werden extra gebaut. Und dann eben noch der Greenscreen. Aber es wirkt dennoch sehr echt. Auch, weil man sich der Natur bedient und dem was gerade da ist. Nordirland beispielsweise war ein super Drehort, weil es oft bewölkt ist und regnet, was einem auch das passende Gefühl gibt.

Prägnante Erlebnisse mit dem Cast?
Jon-Darsteller Kit Harington habe ich getroffen. Ich kenne seine Frau. Mit dem Euron-Schauspieler Pilou Asbæk habe ich in Overlord gespielt. So hat es sich ganz familiär angefühlt, zum Cast zu stoßen. Bei der Abschlussfeier merkte man, dass sie alle sehr liebevolle Menschen sind.

Sind Sie schon auf dem Thron gesessen?
Vielleicht. Also ich habe mir alle Sets angeschaut aber ich...ähm...vielleicht sage ich lieber nichts mehr (lacht).

Für die deutschen Zuschauer: Synchronisieren Sie sich selbst?
Ich synchronisiere mich selbst. Das habe ich auch schon für die anderen Serien gemacht. Das ist mir auch wichtig. Es ist meine Heimat und meine Muttersprache. Ich fände es komisch, wenn das jemand anderes machen würde. Auch auf Englisch synchronisiert man sich bei Störgeräuschen oder unsauberem Ton. Dann spricht man sich eben auf Englisch nach und imitiert exakt was passiert, damit es auch wirklich lippensynchron ist. Perfekt bekommt man das natürlich nie hin, aber da muss man eben den Profis vertrauen.

Was kommt als Nächstes?
Es gibt noch nichts, worüber ich reden darf. Es gab ein paar Gespräche und ein bisschen Interesse hier und da.


Die achte Staffel von "Game of Thrones" startet in der Nacht von Sonntag auf Montag um 3 Uhr bei Sky. Pro Woche gibt es eine neue Episode.

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