Berlinale: "Die Schöne und das Biest" Ein Märchen ohne Wagnis

Léa Seydoux in "Die Schöne und das Biest" von Regisseur Christophe Gans. Foto: Concorde Filmverleih GmbH/Berlinale

Christophe Gans schwelgt in seinem Film "Die Schöne und das Biest" im Duktus des Märchenonkels

Inhalt: Ein einstmals wohlhabender Händler ist nach einem bitteren Verlust auf hoher See gezwungen, mit seinen drei Söhnen und drei Töchtern aufs Land zu ziehen. Als sich der Patriarch in ein verwunschenes Schloss verirrt, trifft er auf ein Monster, dass ihm das Pflücken einer Rose für seine bildhübsche Lieblingstochter (Léa Seydoux) nicht verzeiht. Als Belle von der Todesdrohung des löwenartigen Untiers Wind bekommt, stellt sie sich dem Biest und erfährt als seine Gefangene, was sich hinter seinem tragischen Schicksal verbirgt.

Kritik: Jean Cocteaus bezaubernde Schwarz-Weiß-Verfilmung des Märchens aus dem Jahre 1945 bleibt unvergessen. Daran wird auch Christophe Gans' 35 Millionen Euro teure, in Babelsberg gedrehte Neuverfilmung nichts ändern. Der Bildermagier („Pakt der Wölfe“) geht in seiner prächtig ausgestatteten und effektlastigen Interpretation auf Nummer Sicher. Eng hält er sich – trotz animierter Schlappohr-Koboldmakis und gigantischer Naturwesen - an die Vorlage, und schwelgt im naiven Märchenonkelduktus in Kostümen, Liebesschwüren und am Ende leider auch Kitsch.

 

 

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