Bergdrama im Wettersteingebirge Einsatz wegen Wetter abgebrochen - am Morgen war der Bergsteiger tot

Ein abgeseilter Bergwachtmann konnte nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen (Archivbild) Foto: dpa

Ein Bergsteiger verläuft sich im Wettersteingebirge und ruft Hilfe. Wegen des schlechten Wetters müssen die Retter die Suche nach dem Mann abbrechen. Am nächsten Morgen findet man seine Leiche - der Mann ist vermutlich erfroren.

 

Grainau – Tödliches Bergdrama im Wettersteingebirge: Ein 50-Jähriger aus Odelzhausen (Landkreis Dachau) ist nahe der Zugspitze möglicherweise unter kläglichen Umständen ums Leben gekommen.

Der Mann hatte sich, wie die Polizei berichtet, am Sonntag alleine zu einer Bergtour aufgemacht. Noch vor Einbruch der Dunkelheit rief er die Polizei, weil er sich verlaufen hatte und am Berg festsaß. Als die Bergwacht Garmisch ihn anrief, konnte er seinen genauen Standort nicht benennen. Er vermutete aber, dass er sich auf dem Jubiläumsgrat nahe der Alpspitze befindet.

Nach Absturz zu schwer verletzt, um sich warm anzuziehen

Sofort machten sich die Retter im Hubschrauber auf die Suche nach dem Mann, musste den Sucheinsatz aber bei Schneefall und Sturm schließlich erfolglos abbrechen. Per Handy war der verschollene Bergsteiger nicht mehr zu erreichen.

Am Montagmorgen, gegen 8 Uhr, dann die traurige Gewissheit: Die Suchmannschaft fand den leblosen Körper des Odelzhauseners in einer Rinne unterhalb der Hochblassenspitze. Er war offenbar rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Seine winterfeste Ausrüstung hatte er dabei, aber er trug sie nicht. Die Bergwacht vermutet, dass sich der Mann bei seinem Sturz so schwer verletzte, dass er seine Winterkleidung nicht mehr anziehen konnte und womöglich deshalb in der Nacht erfror.

 

3 Kommentare