Berauschte Vögel Opiumsüchtige Papageien plündern indische Mohnfarmen

Indische Schlafmohnbauern haben ein akutes Problem mit opiumsüchtigen Papageien. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Indische Mohnbauern haben ein außergewöhnliches Problem: Opiumsüchtige Papageien plündern ihre Felder, klauen die wertvolle Kapseln der Schlafmohnpflanze und berauschen sich daran.

 

In Indien gibt es aktuell viele Papageien mit einem akuten Drogenproblem. Die buntgefiederten opiumsüchtigen Vögel klauen Schlafmohnbauern die Ernte und berauschen sich daran. Bei ihren Beutezügen stellen sich die Junkies mit Flügeln besonders geschickt an.

Indische Papageien klauen Opiumkapseln

Wie der englische "Mirror" berichtet, wurde das Phänomen der opiumsüchtigen Papageien bereits 2015 entdeckt. Die Tiere warten darauf, dass der Bauer die Schlafmohnpflanze anschneidet, um den Wachstum zu beschleunigen. Dann fliegen sie geräuschlos ins Feld, knabbern den Stiel ab und nehmen die Kapsel mit dem wertvollen Opium mit oder plündern sie noch im Feld.

Im Internet kursieren seit längerem auch schon Videos von den abhängigen Papageien:

Die Tiere sind bei ihren Raubzügen mittlerweile außerordentlich kreativ geworden: "Normalerweise machen die Papageien Geräusche, wenn sie sich in einer Gruppe befinden. Aber diese Vögel sind so schlau geworden, dass sie auf den Feldern keinen Lärm machen", sagt der Opiumfarmer Sobharam Rathod gegenüber dem englischen "Mirror".

Aus Schlafmohn kann Heroin hergestellt werden

Indien ist eines von sechs Ländern auf der Welt, das unter Aufsicht der Vereinten Nationen legal Schlafmohn anbauen darf. Aus dem daraus gewonnen Opium werden von der Pharmaindustrie Schmerzmedikamente hergestellt. Ein illegales Produkt aus dem Stoff ist die Droge Heroin.

Dass auch Tiere gerne einem Rauschzustand verfallen, weiß man spätestens seit dem Film "Die lustige Welt der Tiere". In der Dokumentation wird unter anderem gezeigt, wie verschiedene Tiere aus der Namib-Wüste vergorene Früchte essen und danach wie volltrunkene Matrosen hin- und herschwanken.

Dass einige Tiere aber auch Gefallen an härteren Drogen finden, ist neu.

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