Bejagung als "äußerstes Mittel" An Münchner U-Bahnhöfen: MVG erschießt nachts Tauben!

Emily Engels ist Rathaus-Reporterin der Abendzeitung.
In April wurden Tauben mit Langwaffen erschossen. Die SWM erklärt nun die Hintergründe. Foto: Djordje Matkovic

Am Harras sind zahlreiche Vögel von MVG-Mitarbeitern getötet und in Müllsäcken weggeschafft worden. Ist dieses Vorgehen rechtens?

 

München - Im April hatten Zeugen beobachtet, wie MVG-Mitarbeiter mit Langwaffen auf zahlreiche Tauben geschossen haben. Die toten Tiere wurden danach in Müllbeuteln weggeschafft. Nachdem die Tierschutzorganisation Peta Anzeige wegen Vergehens gegen das Tierschutz- und Waffengesetz erstattet hatte, wollte die ÖDP wissen: "Ist das Vorgehen der MVG rechtens?"

"Ja", schreibt Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) jetzt in einer Antwort an die ÖDP. Die Stadtwerke München (SWM) führen in der Antwort aus, sie würden sich schon seit weit über zehn Jahren mit der Vertreibung der Tiere beschäftigen. In den vergangenen Jahren hätten sie verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Die SWM nennt als Beispiele Krähenattrappen in Fröttmaning oder Raubvogelrufe und Akustikwellen an der Münchner Freiheit.

Die "Bejagung" werde als "äußerstes Mittel" in einer Nachtschicht durchgeführt. Und zwar von Inhabern eines gültigen Jagd- und Falknerjagdscheines.

Grundsätzlich müsse das KVR genehmigen, dass die Tauben erschossen werden dürfen. Der Stadtrat dürfe nicht mitentscheiden, da die SWM als Betreiber zuständig sei, heißt es in der Anfrage.

52 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading