Bei Spiel gegen 1860 im Mai Nach Krawallen: Polizei durchsucht Wohnungen von Jena-Fans

, aktualisiert am 18.09.2019 - 15:57 Uhr
Fanmarsch der Jena-Anhänger in der Innenstadt vor der Partie gegen den TSV 1860 im Mai. Foto: imago/Christoph Worsch

Nachdem es im Mai vor dem Spiel gegen den TSV 1860 zu Krawallen gekommen war, hat die Polizei in Jena nun vier Wohnungen von Angehörigen der Jenaer Fußballszene durchsucht.

 

Jena/München - Die Polizei hat in Jena vier Wohnungen von Angehörigen der Jenaer Fußballszene durchsucht.

Es gebe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruch beim Drittligaspiel zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem TSV 1860 im Mai diesen Jahres. Das bestätigte die Polizei in Jena dem SID.

Polizei stellt Beweismittel sicher

Es konnten umfangreiche digitale Speichermedien, elektronische Geräte, Schriftstücke sowie Zufallsfunde unter anderem im Zusammenhang mit bisher unbekannten Graffitistraftaten sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz (illegale Pyrotechnik) sichergestellt beziehungsweise beschlagnahmt werden. Die gesicherten Beweismittel werden durch die Kriminalpolizei Jena ausgewertet und der Staatsanwaltschaft Gera vorgelegt. Bei dem Einsatz, der gegen Mittag beendet wurde, waren Beamte der Kriminalpolizei Jena sowie Kräfte der Bundespolizei beteiligt.

Am Rande des Spiels im Mai wurden Polizeikräfte angegriffen und mit Steinen beworfen. Zudem wurde die Scheibe eines Polizeiautos beschädigt, Gegenstände sollen aus dem Auto gestohlen worden sein. Insgesamt sollen rund 500 Fans an den Auseinandersetzungen mit der Polizei beteiligt gewesen sein, 14 Polizisten wurden verletzt.

Massenschlägerei am vergangenen Wochenende

Erst am vergangenen Wochenende trafen beide Mannschaften erneut aufeinander – im Vorfeld kam es zu einer Massenschlägerei in München, an der beide Fanlager beteiligt waren. Bereits zuvor stufte die Münchner Polizei die Partie als Hochrisikospiel ein.

 

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