Bei Kontrolle in Kopf geschossen Polizistin Jessica L.: Ihr Haus ist endlich behindertengerecht

Jürgen Ascherl (li.) und die Eltern von Jessica L. stehen am Bett der Polizistin. Foto: www.facebook.com/BayerischePolizeistiftung

Seit dem eskalierten Einsatz im S-Bahnhof Unterföhring liegt Jessica L. im Wachkoma. Ihr Elternhaus in Sachsen ist nun endlich behindertengerecht umgebaut - auch mit Hilfe der Bayerischen Polizeistiftung.

 

München - Es war ein eigentlich harmlos klingender Routineeinsatz, der das Leben von Jessica L. und ihrer Familie für immer verändern sollte: Im Juni 2017 schoss Alexander B. ihr mit der Dienstwaffe ihres Kollegen in den Kopf. Seitdem liegt die 29-Jährige im Wachkoma.

Nach ihrer jahrelangen Behandlung in Kliniken in München ist die Polizistin seit einiger Zeit wieder bei ihren Eltern in Sachsen. Dort besuchte sie nun der Vize-Vorsitzende der Bayerischen Polizeistiftung, Jürgen Ascherl. Aus einem besonderen Grund: Das Elternhaus von Jessica L. ist endlich komplett behindertengerecht umgebaut. Jessica kann nun komplett zu Hause gepflegt werden. Die Stiftung hatte sich sehr für den An- und Umbau eingesetzt.

Münchner Polizei übermittelt Grüße an Jessica L.

Ascherl hatte zudem die besten Grüße des Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä dabei, wie die Stiftung auf ihrer Facebookseite schreibt. Und um den Eltern von Jessica ein bisschen Ruhe und Erholung zu gönnen, lud Ascherl sie in eines der Stiftungshäuser ein.

Die Bayerische Polizeistiftung besitzt in Lenggries, Fall am Sylvensteinsee und Niedernach am Südufer des Walchensees insgesamt drei Häuser. Dort sollen im Dienst verletzte Einsatzkräfte und ihre Angehörigen fernab vom Alltag zu Kräften kommen und die "'Schutzweste für die Seele' wieder stärken", heißt es im Satzungszweck der Stiftung.

 

7 Kommentare