Bei Kontrolle aufgeflogen Münchner (69) seit 33 Jahren ohne Führerschein unterwegs

Der Mann war seit Jahrzehnten ohne Führerschein unterwegs. Foto: Marius Becker/dpa

Vor 33 Jahren war ihm der Führerschein entzogen worden, das hinderte den heute 69-Jährigen aber nicht daran, mit seinem Auto durch München zu fahren. Am vergangenen Mittwoch endete die Fahrt schließlich.

 

München - Weil er ohne zu schauen einfach in die Schwanseestraße einscherte und dabei fast in einen Streifenwagen fuhr, endete die jahrzehntelange führerscheinlose Fahrt eines 69-Jährigen am vergangenen Mittwoch.

Die Beamten hielten den Mann aufgrund seines riskanten Manövers an. Der 69-Jährige konnte keinen Führerschein vorzeigen, gab aber an, im Besitz einer tschechischen Fahrerlaubnis zu sein. Den habe er aber gerade in die Tschechische Republik geschickt, um ihn dort verlängern zu lassen.

Seit 33 Jahren ohne Führerschein unterwegs

Die Beamten wunderten sich allerdings über diese Aussage, weil der Münchner dort keinen Wohnsitz hat – wohl aber in der Stadt. Der 69-Jährige gab an, dass laut seiner Rechtsauffassung eine ausländische Fahrerlaubnis ausreiche, um hierzulande ein Auto fahren zu dürfen.

Mit dieser Auffassung war er aber allein. Es stellte sich heraus, dass ihm bereits 1987 sein deutscher Führerschein entzogen worden war. Seitdem fuhr der Mann einfach ohne Führerschein durch die Weltgeschichte – und wurde deswegen sogar mehrmals angezeigt, zuletzt 2019.

Erneute Anzeige ausgestellt

Die Polizisten untersagten dem Mann die Weiterfahrt. Die Autoschlüssel wurden einem Angehörigen übergeben. Gegen den Münchner wird nun erneut wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Zudem wird die Führerscheinstelle über den Sachverhalt unterrichtet.

 

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