Bei FC Bayern in Freiburg Als Jupp Heynckes ihn lobt, bricht Christian Streich in Tränen aus

Seit 2011 Trainer des SC Freiburg: Christian Streich. Foto: Sky

Auf der Pressekonferenz zum Spiel des SC Freiburg gegen den FC Bayern richtet Jupp Heynckes emotionale Worte an seinen Kollegen Christian Streich. Der kontert mit einer Hommage auf den Bayern-Trainer - und kann seine Tränen nicht zurückhalten.

 

Freiburg/München - Diese beiden Bundesliga-Trainer verstehen sich bestens: Christian Streich und Jupp Heynckes. Angeblich sei Erstgenannter, Coach des SC Freiburg, ein Kandidat auf die Nachfolge des Zweitgenannten, aktuell noch Trainer des FC Bayern. Dass Heynckes über den Sommer hinaus in München bleibt, gilt mittlerweile als unwahrscheinlich. Streich reagierte genervt von den Gerüchten, verneinte ein mögliches Engagement bei den Bayern vehement. 

Abseits der Diskussionen über die Heynckes-Nachfolge spielte sich in Freiburg indes eine hochemotionale Szene ab. Heynckes lobte Streich überschwänglich, der erwiderte die Hommage mit einer eigenen auf Heynckes - und ließ tief gerührt seinen Tränen letztlich freien Lauf.

Jupp Heynckes huldigt Christian Streich

"Das ist ja sicher die letzte Begegnung von uns beiden", meinte Heynckes auf der Pressekonferenz. "Ich schätze Christian Streich nicht nur sehr. Ich weiß, dass er hier in Freiburg überragende Arbeit macht", sagte der 72-jährige Bayer-Trainer weiter. "Ich weiß, wie schwer das ist, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren."

Die besten Spieler würden immer wieder abgegeben, referierte Heynckes und meinte in Richtung Streich: "Er versteht es immer wieder, eine neue Mannschaft aufzubauen, kompetitiv zu bleiben, das heißt, die Liga zu halten. Ich kann Ihnen nur eines sagen: riesengroßes Kompliment an Christian Streich." Streich bewegte die Huldigung seines Kollegen sichtlich.

Christian Streich bricht in Tränen aus

"Der Jupp, ich weiß net, wie viele Spiele es jetzt sind, 25, ich weiß es net, von denen er eines verloren und alle anderen gewonnen hat, außer gegen Hertha", sagte der 52-Jährige in seinem gewohnt alemannisch-badischen Slang. "Des isch ja ein Wahnsinn, aber es isch so." Dass das Spiel gegen die Hertha am vorvergangenen Spiel nicht verloren ging, sondern 0:0 endete, war reine Nebensache.

Streich fuhr fort, dass er und seine Mannschaft das eigene 0:4 gegen den Tabellenführer schnell abhaken würden, und ließ dann seinen Tränen freien Lauf. "Zum Jupp: Alles, alles Gute und ich danke ihm sehr für die Worte", sagte Streich mit zittriger Stimme. Für kurze Zeit wurde es ganz ruhig auf der Pressekonferenz.

 

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