Bei 1860 gegen Regensburg Fan-Ausschreitungen: Verhinderte die Polizei Schlimmeres?

Kritische Situation: Polizisten und Ordner stehen den "Fans" gegenüber. Szene aus dem Relegationsspiel zwischen dem TSV 1860 München und Jahn Regensburg. Foto: dpa

Die Verantwortlichen der Münchner Polizei haben am Dienstagabend offenbar zu einer Fortsetzung des unterbrochenen Relegationsspiels zwischen 1860 München und Jahn Regensburg (0:2) geraten.

 

München - Nach Informationen der Nachrichtenagentur SID gab es eine Absprache zwischen den Behörden und Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin), das Spiel möglichst nicht abzubrechen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Dies bestätigte indirekt auch Lutz Michael Fröhlich, Schiedsrichter-Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), auf SID-Anfrage: "Wichtig bei einer solchen Entscheidung ist die enge Kooperation mit den Sicherheitsverantwortlichen und dem Veranstalter. Im Sinne einer deeskalierenden Strategie war eine Fortsetzung des Spiels nachvollziehbar. Ein Abbruch des Spiels hätte die Situation noch verschlimmern können."

Sogenannte Anhänger der Löwen hatten in der 81. Minute damit begonnen, Stangen, Sitzschalen und andere Gegenstände in den vor ihnen liegenden Strafraum der Regensburger zu werfen. Siebert unterbrach das Spiel daraufhin, Polizisten und Ordner bauten sich vor der Nordtribüne auf. Nach einer 14-minütigen Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt und auch nicht abgebrochen, als weitere Wurfgegenstände auf den Platz flogen.

Vereinbarung zwischen Regensburg-Keeper und Schiedsrichter

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nahm am Mittwoch die Ermittlungen auf. Der Regensburger Torhüter Philipp Pentke berichtete nach dem Spiel, er habe mit dem Schiedsrichter vereinbart, dass es weitergehe, so lange er nicht getroffen werde. Pentke räumte in den verbleibenden Minuten mehrfach Stangen, Sitzschalen und andere Gegenstände aus seinem Strafraum.

 

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