BBL-Spitzenspiel ALBA Berlin bezwingt Bayern München

Wieder ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende hatten die Hauptstädter die Nase ganz knapp vorn. Foto: dpa

ALBA Berlin bleibt in der Basketball-Bundesliga derzeit das Maß aller Dinge. Der Pokalsieger gewann auch das zweite Duell gegen Bayern München und ist weiter ungeschlagen. Die Bayern bangen zudem um zwei Spieler.

 

Berlin – ALBA Berlin hat auch das zweite Prestigeduell der Saison gegen Bayern München für sich entschieden und Platz eins in der Basketball-Bundesliga verteidigt. Der weiter ungeschlagene Pokalsieger setzte sich am Sonntagabend in eigener Halle vor 12 110 Zuschauern gegen den deutschen Meister knapp mit 83:80 (47:40) durch. Schon im Champions Cup hatte sich ALBA gegen die Bayern behauptet. Beste Werfer bei den Berlinern waren Jamel McLean und Reggie Redding mit je 23 Punkten. Bei den Bayern kam Nihad Djedovic auf 18 Zähler.

"Es war ein echtes Spitzenspiel", sagte Berlins Geschäftsführer Marco Baldi nach der Partie bei "telekombasketball.de". "Es war ein Spiel mit sehr hoher Intensität. Alle haben alles gegeben", lobte er. "Es ist für beide Teams nicht einfach, wenn man in der Woche noch in der Euroleague beschäftigt ist." Am Ende waren beiden Teams die Strapazen deutlich anzumerken.

Die Berliner erwischten den besseren Start und zogen schnell auf 11:3 davon. Mit großem Kampfgeist und einer guten Quote aus der Distanz blieben die Gäste aber dran und ließen den Abstand der Hausherren nicht zu groß werden. Vor allem der Ex-Berliner Heiko Schaffartzik hielt sein Team anfangs in der Partie, nach zehn Minuten lagen die Bayern deshalb lediglich mit drei Zählern hinten (19:22).

Auch im zweiten Viertel starteten die Berliner besser und bauten den Vorsprung beim Stand von 35:25 erstmals auf zehn Punkte aus. Doch wieder kämpften sich die Münchner zurück und verkürzten eineinhalb Minuten vor dem Ende wieder auf zwei Zähler (40:42). Dank eines energischen Schlussspurts setzte sich ALBA bis zur Halbzeit aber wieder ein bisschen ab (47:40).

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams weiter einen offenen Schlagabtausch, der wegen Fouls aber immer wieder unterbrochen war. Mitte des dritten Viertels setzte sich ALBA wieder auf zehn Punkte ab (63:53), doch die Bayern konterten in Person von Anton Gavel und Nihad Djedovic, so dass die Berliner nur mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung in den Schlussabschnitt gingen.

Doch bei allem kämpferischen Einsatz schafften es die Bayern nicht, den Ausgleich zu erzielen oder selbst in Führung zu gehen. Wohl auch, weil ihnen in der entscheidenden Phase in Gavel (Fußverletzung) und Djedovic (Leistenbeschwerden) zwei ihrer wichtigsten Profis fehlten.

Im Tabellenkeller feierten die Fraport Skyliners Frankfurt ihren zweiten Saisonsieg. Trotz des Ausfalls zahlreicher Stammspieler setzten sich die Hessen gegen die TBB Trier mit 65:67 durch. Die Crailsheim Merlins (85:103) gegen die Artland Dragons und die Walter Tigers Tübingen (83:92 gegen ratiopharm Ulm) kassierten dagegen weitere Niederlagen.

 

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