BBL-Playoffs FC Bayern Basketball: Jetzt soll das Finale her!

Aggressive Verteidigung: Die Bayern-Stars Leon Radosevic und Petteri Koponen (l.) gegen Vechtas Austin Hollins. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Der FC Bayern Basketball beeindruckt beim 89:71 in Vechta und steht vor dem erneuten Finaleinzug in der Basketball-Bundesliga.

 

München - Den Reggae-Beat in Vechtas Rastadome hatte der FC Bayern spätestens zu Beginn des vierten Viertels erstickt. Mit einem gnadenlosen 20:0-Lauf packten die Münchner den Außenseiter, der sich qua Namensgebung der Reggae-Kultur und speziell Bob Marley verschrieben hat, bei den imaginären Rasta-Zöpfen.

FCBB: Sieg gegen hartnäckigen Gegner Rasta Vechta

Mit dem 81:58 in der 36. Minute war Spiel zwei dieser Halbfinal-Serie in der Basketball-Bundesliga entschieden, die Bayern erarbeiteten sich mit dem 89:71-Erfolg die 2:0-Serienführung und zwei Matchbälle für den erneuten Finaleinzug. Schon der erste soll am Samstag (20.30 Uhr) im Audi Dome genutzt werden.

"Gratulation an meine Spieler, zum Sieg und zu 40 guten Minuten", sagte Trainer Dejan Radonjic, der wie seine Korbriesen angesichts der 75:93-Niederlage in der Hauptrunde um die Schwere der Aufgabe beim Aufsteiger wusste, der sich sensationell Platz vier nach der Hauptrunde geschnappt und dann auch noch den früheren Serienmeister aus Bamberg im Viertelfinale eliminiert hatte.

Die Bayern waren gewarnt – und sie waren bereit. Der aggressiven Verteidigung der Rastafari begegneten sie ihrerseits mit viel Druck in der Defensive und erzwangen 24 Ballverluste – vor allem, als den Gastgebern im letzten Viertel die Kräfte und die Konzentration schwanden.

Zweiter Halbfinal-Sieg: Leidenschaftliches Publikum, schweres Spiel

"Wir wussten, dass es schwer wird. Vechta ist ein sehr gutes Team und wenn man sie spielen lässt, können sie wirklich sehr guten Basketball spielen", sagte Bayerns Nihad Djedovic, der mit 13 Punkten Topscorer seines Teams war. "Sie haben zuhause nur 71 Punkte gemacht, so kann ich sagen, dass wir das Spiel über 40 Minuten kontrolliert haben", meinte der Deutsch-Bosnier.

So eliminierten die Bayern auch das leidenschaftliche Publikum als Faktor. "In Vechta zu spielen, ist wirklich außergewöhnlich, es ist schwierig, gegen diese Stimmung zu spielen", sagte Maodo Lo (elf Punkte), "es ist unfassbar, mit welcher Energie diese Mannschaft spielt, vor allem daheim. In der Saison haben wir hier auf den Deckel gekriegt und wir wussten, dass das eines der schwersten Spiele der ganzen Saison wird."

Spiel am Samstag: Der Schritt ins Finale der Bundesliga?

Dreimal holten die Niedersachsen in diesem Spiel eine größere Führung des FCBB (fast) auf, sie glichen zum 20:20 nach dem ersten Viertel aus, nachdem sie in der siebten Minute mit 9:15 zurückgelegen hatten, sie stellten nach einem 30:36 (18.) auf 43:44 (21.), und sie kamen nach einem 43:53 (23.) nochmal auf 55:57 heran (27.). Erst der letzte, der 20:0-Lauf der Bayern, war dann einer zu viel.

"Wie Vechta versuchen auch wir, aggressiv zu verteidigen und können so unseren Gegnern auch Probleme bereiten. Ich denke, heute haben wir das erfolgreich getan", sagte Lo. Radonjic dachte schon wieder an das nächste Spiel. "Unsere Defense war heute wirklich exzellent", sagte der Montenegriner, "aber jetzt steht es 2:0. Wir müssen bereit sein für das dritte Spiel am Samstag." Ein Sieg wäre der Schritt ins Finale – und ein weiterer in Richtung Titelverteidigung.

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