BBL-Finale gegen Alba Berlin Siegreiche Bayern-Basketballer: Filmriss im Thriller

Die Topscorer ihrer Teams im direkten Duell: Nihad Djedovic (l., 18 Punkte) und Peyton Siva (14). Foto: Rauchensteiner/A’klick

Die Basketballer des FC Bayern sind nach dem knappen Auftaktsieg in der Finalserie gegen Alba Berlin gewarnt. "Dass wir nicht gut gespielt haben, das ist offensichtlich", sagt Geschäftsführer Pesic.

 

München - Eigentlich war Marko Pesic am Sonntagabend im Audi Dome ja als Augenzeuge live dabei, bei dem dramatischen 74:70-Sieg der Bayern-Basketballer gegen Alba Berlin. Insbesondere von der Schlussphase des packenden Finalauftakts der Playoffserie um die deutsche Meisterschaft musste sich der Geschäftsführer des FCBB am Montag aber noch einmal das Wiederholungs-Video anschauen.

"Das Spiel ist am Ende total an mir vorübergegangen, weil es so emotional war", gestand der 42-Jährige unmittelbar nach dem Thriller tags zuvor. Die Hauptsache hatte Pesic aber freilich mitbekommen: "Wir haben irgendwie einen Weg gefunden, das Spiel noch zu gewinnen."

Gedanklich versetzte ihn die Schlussphase, in der die Bayern fünf Minuten vor dem Ende mit acht Punkten (56:64) hinten lagen, aber zurück in die vergangene Saison. "Ich hatte so ein bisschen ein Déjà-vu vom letzten Jahr. Es war ein ähnliches Spiel, nur dass damals viel mehr Punkte gefallen sind." Im besagten Auftaktspiel der Finalserie 2018 siegte Alba damals mit 106:95 und klaute sich damit direkt den Heimvorteil. Bayern gewann die Best-of-five-Serie am Ende trotzdem mit 3:2 und damit den Meistertitel.

FCBBs knapper Auftaktsieg gegen Alba Berlin 

Nun führt der Titelverteidiger mit 1:0. "Das Wichtigste am heutigen Abend ist, dass wir gewonnen haben", befand Pesic. Aber das Ergebnis, so die einstimmige Meinung im Lager der Münchner, war dann auch schon ziemlich alles an positiven Erkenntnissen. "Dass wir nicht gut gespielt haben, vor allem schlecht angefangen haben, das ist offensichtlich", sagte Pesic, "aber Alba ist eine sehr gute Mannschaft, das haben sie heute gezeigt."

Und zwar vor allem direkt zu Beginn des Spiels, als sie die Bayern mit einem 11:0-Lauf vor große Probleme stellten. "Es war das erwartete harte Stück Arbeit. Wir waren ein bisschen zu aufgeregt und übermotiviert", sagte Kapitän Danilo Barthel, der mit 14 Punkten und großem Einsatz immer wieder voranging: "Ich bin stolz darauf, wie wir nach unserem schwachen Start geantwortet haben. Dass wir auch nach anderen Runs der Berliner einen kühlen Kopf bewahrt haben."

Vor allem im letzten Viertel hatten die Bayern aber eine laut Barthel "sehr brenzlige Situation" zu überstehen: "Es sah gar nicht gut aus, nachdem Siva heißgelaufen ist und seine Würfe alle getroffen hat." Dass Berlins Spielmacher in zwei Minuten elf Punkte erzielte, "weil wir ihn gar nicht verteidigt haben", kritisierte Pesic genauso wie die 20 Ballverluste, die sich die Bayern leisteten. "Wir haben in den letzten zwei Minuten dann wirklich noch mal den richtigen Weg gefunden, um sie in der Verteidigung zu stoppen und unsere offenen Würfe und Optionen zu finden", sagte Barthel.

Strittige Schiedsrichterpfiffe - Zweites Finalspiel Mittwoch in Berlin

Spätestens beim Anschauen der Wiederholung wird Pesic wohl feststellen, dass sein Team in der Schlussphase aber auch etwas Glück mit ziemlich strittigen Schiedsrichterpfiffen hatte. Unter anderem 32 Sekunden vor Schluss, als Siva beim Stand von 71:70 für Bayern nach einem vermeintlichen Offensivfoul mit seinem fünften Vergehen vom Feld musste.

"Wir haben uns in den letzten Minuten dazu hinreißen lassen, uns mit Schiedsrichterentscheidungen zu befassen", sagte Berlins Nationalspieler Nils Giffey: "In den nächsten Spielen darf das kein Thema sein." Die nächste Chance, das zu beweisen, haben beide Teams am Mittwoch (20.30 Uhr/Magenta Sport). Dann empfängt Alba die Bayern in der Hauptstadt zum zweiten Finalspiel.

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