Bayerns Torjäger im Interview Deshalb lacht Lewandowski über Ballon d'Or-Wahl

Robert Lewandowski mit seiner Frau Anna beim Wiesnbesuch mit dem FC Bayern. Foto: dpa

Bayerns Tormaschine Lewandowski findet die Weltfußballer mittlerweile "lustig" und will sich lieber auf den Gewinn der Champions-League konzentrieren. Das sagt er über Ancelotti und die Königsklasse.

 

München - Robert Lewandowski hat sich einen Namen gemacht. In Polen, als Torschützenkönig in der Bundesliga und jüngst auch wieder in der WM-Qualifikation. Mit 16 Toren in zehn Spielen hat er seine polnische Nationalelf fast im Alleingang zur WM geschossen und ist damit mit Abstand der erfolgreichste Torschütze der WM-Quali geworden. Bei der Weltfußballerwahl hingegen stehen immer andere Spieler im Vordergrund, allen voran das Trio aus Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar, das auch dieses Jahr wieder für die ersten drei Plätze nominiert ist. Drei Bundesliga-Profis sind im Weiteren Kreis nominiert. Neben Konkurrent Aubameyang und Teamkollege Hummels natürlich wieder mal Lewandowski.

Weltfußballer-Wahl: Deshalb war Lewandowski schockiert

Dabei hatte sich der Torjäger schon letztes Jahr über die Wahl aufgeregt. Trotz einer herausragenden Saison und neun Toren in der Champions League (nur Ronaldo schoss mehr) landete er am Ende auf Platz 16 der weltbesten Spieler und beschimpfte die Wahl als "Kabarett". Am Rande eines Sponsorentermins hat der Pole seine damalige Reaktion erklärt. "Ich weiß nicht, warum manche Spieler auf Platz 50, Platz fünf oder Platz 25 landen. Nur die ersten drei Plätze sind wichtig. Deshalb war ich im letzten Jahr ein bisschen schockiert", so Lewandowski zu ESPN FC.

Mittlerweile lacht Lewandowski über die Wahl zum Weltfußballer

Die Wahl hat bei Lewandowski mittlerweile keinen so hohen Stellenwert mehr. Seine Platzierung aus dem Vorjahr hat er bereits verdrängt. "Ich weiß meine Platzierung nicht, aber es war schon ein bisschen lustig. Vielleicht ist das das richtige Wort." Anstelle des goldenen Balles jagt er lieber andere Titel und Trophäen. "Erfolg mit Bayern ist wichtiger, vor allem in der Champions League."

Lewandowksi: Ohne meine Verletzung wäre der Champions-League-Titel möglich gewesen

Der Stürmer nutzte die Gelegenheit um den früh entlassenen Trainer Carlo Ancelotti zu verteidigen. "Wir haben in Ancelottis erster Saison gut gespielt", stellte der Stürmer klar. "Ohne meine Verletzung hatten wir eine gute Chance auf das Finale. Wäre ich in Madrid zu 100 Prozent fit gewesen, glaube ich, dass wir ins Halbfinale hätten kommen können. Wer weiß, vielleicht hätten wir die Champions League dann gewonnen", so der Stürmer, der auch dieses Jahr trotz holprigen Starts und der 0:3-Niederlage in Paris weiter Ambitionen auf den Gewinn der Königsklasse hat. 

Lewandowski: Mutter motivierte ihm zum Bachelor-Abschluss

Seinen letzten erfolgreichen Abschluss hat Lewandowski erst am Wochenende an der polnischen Sporthochschule in Warschau hinter sich gebracht. Nach 20 Semestern hat er am Wochenende mit Verteidigung seiner Bachelor-Abschlussarbeit einen akademischen Abschluss errungen  "Nach meinem ersten Jahr hatte ich nicht mehr viel Zeit, deshalb hat es so lange gedauert. Aber meine Mutter hat mir immer wieder gesagt: 'Wenn es irgendwie geht, dann versuch, die Arbeit fertig zu machen.'" So kann er seinen Kindern jetzt sagen: "Papa hat nicht nur Fußball gespielt, sondern auch solche Dinge gemacht." Der Titel seiner Abschlussarbeit: "RL9. Der Weg zum Ruhm".

 

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