Bayern Tiefgaragenmord: Angeklagter vom Mordvorwurf freigesprochen

Freigesprochen: Der wegen Mordes und Missbrauchs angeklagte Peter S. Foto: dpa

ERLANGEN - Im Prozess um den Mord an einer jungen Frau in einer Erlanger Tiefgarage ist der 45 Jahre alteAngeklagte vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden.

 

Zehn Jahre nach dem gewaltsamen Tod einerArzthelferin in einer Erlanger Tiefgarage ist der 44 Jahre alteAngeklagte vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. DerVorsitzende Richter argumentierte am Dienstag im Prozess vor demLandgericht Nürnberg-Fürth in seiner Urteilsbegründung, es gebe keineausreichenden Beweise, dass der Angeklagte die Tat begangen habe. Der44-Jährige erhielt allerdings wegen des ihm ebenfalls vorgeworfenensexuellen Missbrauchs seiner damals minderjährigen Tochter eineFreiheitsstrafe von vier Jahren.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Landschaftsgärtner vor, im März1999 die 27 Jahre alte Arzthelferin, die Patin seiner Tochter war, ineiner Tiefgarage erstochen zu haben. Nach Überzeugung derAnklagebehörde hatte der Mann seine Tochter missbraucht und die Fraugetötet, um zu verhindern, dass sich seine Tochter ihr anvertraute.Die Staatsanwaltschaft hatte ebenso wie die Nebenklage, die dieEltern des Opfers vertrat, wegen Mordes auf eine lebenslangeFreiheitsstrafe plädiert.

Der Angeklagte hatte im Prozess über seinen Verteidiger zwarzugegeben, seine damals 13 Jahre alte Tochter 1998 mehrfachmissbraucht zu haben, den Mord aber bestritten und auf Freispruchplädiert.

dpa

 

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