Sechs Jahre später München: Streit um Schwabinger Fliegerbombe beigelegt

Im Sommer 2012 wurde die Fliegerbombe in Schwabing gesprengt. Foto: Johannes Grimm/dpa

2012 wurde in Schwabing die Fliegerbombe gesprengt und richtete massive Schäden an. Am Montag  wurde der Rechtsstreit über die Kosten beigelegt.

 

München - Mehr als sechs Jahre nach der Sprengung der Schwabinger Fliegerbombe ist der Streit um die Schäden beigelegt. Die Prozessparteien einigten sich auf einen Vergleich, eine für diesen Donnerstag angesetzte Verhandlung vor dem Oberlandesgericht (OLG) München wurde abgesagt, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte.

Wie genau der Vergleich aussieht, sagte sie nicht. Die Parteien hätten Stillschweigen darüber vereinbart. Eine Versicherung hatte 400.000 Euro von der Stadt München gefordert, weil aus ihrer Sicht bei der Sprengung der 250-Kilo-Bombe in der Landeshauptstadt im August 2012 schwere Fehler gemacht wurden.

Mehrer Läden brannten nach Detonation aus

Eine Fachfirma sprengte damals das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg und nutzte Stroh, um die Wucht der Detonation zu Dämmen. Das Material entzündete sich allerdings und verteilte sich durch die Druckwelle in einem weiten Radius. Eine Boutique brannte völlig aus, auch ein Getränkeladen und ein Tonstudio wurden beschädigt. Dafür musste die Versicherung zahlen - und forderte das Geld ihrerseits von der Stadt zurück.

Bei der Verhandlung hatte das Gericht die Auffassung vertreten, dass nicht die Stadt haftbar gemacht werden könne, sondern der Freistaat. Wie genau das nun im Vergleich geregelt wurde und wer wie viel Geld zahlte, teilte das OLG nicht mit. "Das haben die Beteiligten alles unter sich geregelt".

 

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