Bayern Riesen-Karambolage auf der A6 bei Nürnberg

Aufräumarbeiten auf der A6: Dre Lastwagen fuhren ineinander, ein Fahrer wurde eingeklemmt und starb Foto: dpa

NÜRNBERG - Innerhalb kurzer Zeit stoßen auf der Autobahn mehrere Lkw ineinander. Ein Fahrer stirbt, mehrere Menschen werden verletzt. Die Fernstraße ist stundenlang gesperrt.

 

Ein Toter, ein Schwerverletzter, einige Leichtverletzte und mehrere Hunderttausend Euro Schaden: Das ist die Bilanz der zwei Unfälle, der sich am Dienstagmorgen auf der A6 bei Nürnberg ereigneten.

Gegen Mitternacht war ein Lastwagen mit einer Panne bei der Anschlussstelle Roth liegen geblieben. Ein Kleintransporter fuhr auf ihn auf. Der Fahrer des kleinen Lkw wurde dabei nur leicht verletzt und konnte sich befreien. Er wurde vorsorglich in die Klinik eingeliefert.

Der 49-Jährige Beifahrer wurde im Wagen eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn befreien. Er wurde bei dem Unglück schwer verletzt und kam in ein Nürnberger Krankenhaus. Damit der Rettungsdienst zur Unfallstelle gelangen konnte, musste die Autobahn in beide Richtungen gesperrt werden. Kurz darauf krachte es wieder: Im Rückstau des Unfalls fuhren eine Stunde später drei Lkw ineinander.

Ein 59-jähriger Lkw-Fahrer aus Oberfranken, der Margarine geladen hatte und ein tschechischer Sattelschlepper mit schweren Maschinenteilen waren in Höhe der Anschlussstelle Langwasser zwischen Nürnberg-Ost und Nürnberg-Süd unterwegs. Mit hoher Geschwindigkeit knallte ein dahinter fahrender polnischer Sattelzug auf den tschechischen Lkw. Durch die Wucht wurde das Fahrzeug auf den Zug des Oberfranken geschoben, der aber unverletzt blieb. Der 43-jährige Tscheche kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Für den Fahrer des polnischen Sattelzugs kam jede Hilfe zu spät, er konnte bislang noch nicht identifiziert werden. Er wurde durch den harten Aufprall so schwer verletzt und eingeklemmt, dass er noch in den Trümmern seiner völlig demolierten Fahrer-Kabine starb.

Die Bergung gestaltete sich sehr schwierig, der Verunglückte hatte über 20 Tonnen Metallteile in Kisten geladen hatte. Sie drohten abzurutschen und die Einsatzkräfte zu verletzen.

Die Staatsanwaltschaft ordnete ein Gutachter zur Klärung der Unfallursache an der Unfallstelle an.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro. Die A6 war stundenlang gesperrt. In Fahrtrichtung Amberg konnte der Verkehr gegen 8 Uhr wieder rollen, in Richtung Heilbronn wurde die Sperre erst in den Mittagsstunden aufgehoben.cl

 

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