Bayern Pegel des Starnberger Sees nähert sich bisherigem Rekordstand

Sandsäcke werdem zur Sicherung an der Würm ausgelegt Foto: Thomas Gaulke

MÜNCHEN - Die Regenfälle der vergangenen Wochen haben denStarnberger See mehr als üblich anschwellen lassen. Der Pegelstandnähert sich mittlerweile sogar dem höchsten jemals gemessenen Wert.

 

Am Donnerstag lag der Seespiegel nur noch zehn Zentimeter unter demRekordstand von 1965, wie der Hochwassernachrichtendienst (HND) inMünchen auf ddp-Anfrage mitteilte. Und es ist weiterer Regenangesagt.

Vor 45 Jahren wurde mit 585,12 Metern über dem Meeresspiegel derbisherige Höchststand des Starnberger Sees gemessen. Im Mittel liegtder Seespiegel etwa 584,22 Meter über dem Meeresspiegel. AmWochenende hatte der Starnberger See bereits den Höchststand von 1999überschritten.

Der Deutsche Wetterdienst sagte unterdessen weitere, wegen derMenge mitunter sogar unwetterartige Regenfälle für den Freistaatvoraus. Da Tief Xenia nur langsam ostwärts ziehe, sorge die Kaltfrontdafür, dass es in Bayern die Nacht zu Freitag hindurch regnen werde.Die Wetterexperten erwarten teils gewittrigen Dauerregen mitNiederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter bisFreitagabend.

Wegen des Hochwassers können die Ausflugsschiffe auf dem Seebereits seit dem Wochenende nur noch in Starnberg und Tutzinganlegen. Der Fährverkehr zur Roseninsel musste nach Angeben derBayerischen Schlösserverwaltung ganz eingestellt werden, weil dieAnlegestege in den Fluten verschwunden sind und Uferwege überschwemmtwurden.

Da das Wasser aus dem Starnberger See über die Würm abfließt,wurde am Oberlauf des Flusses am Donnerstag die zweithöchsteMeldestufe gemessen. Der hohe Pegelstand wirkt sich nach Angaben derMünchner Stadtverwaltung auch auf den Grundwasserspiegel in einzelnenBereichen der bayerischen Landeshauptstadt aus.

Im Münchner Westen sei der Grundwasserpegel durch dieNiederschläge der vergangenen Woche sprunghaft angestiegen. Er näheresich den langjährigen Höchstständen. Das Referat für Gesundheit undUmwelt rät Bürgern deshalb, ihre Kellerräume zu kontrollieren.

ddp

 

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