Bayern Frühling Ade - die Unwetterfront kommt

Ein See aus Wasser und Schlamm: Feuerwehrmänner beim Schöpfen und Abpumpen im Ortskern von Purching. Foto: Thomas Gaulke

BAYERN - Finstere Aussichten sind das: Der Wetterdienst kündigt 48 Stunden Dauerregen mit ergiebigen Schauern an. Vielerorts heißt es deshalb: Land unter. Es drohen Erdrutsche und Überflutungen.

 

Am Freitag gab es schon einmal einen Vorgeschmack: Heftige Regenfälle setzten die Ortsmitte von Vaterstetten-Purfing fast kniehoch unter Wasser, in München zertrümmerten haselnussgroße Hagelkörner Pflanzen und Blumen und hinterließen auch einige Beulen. Auf der A 8 prallte ein Autofahrer bei plötlich einsetzendem Regen gegen die Leitplanke.

Wenn der Deutsche Wetterdienst (DWD) Recht behält, wird es in den nächsten Tagen noch weitaus schlimmer kommen: Gestern gab der Wetterdienst eine Unwetterwarnung für Teile Bayerns und Baden-Württembergs heraus. Sie gilt bis Dienstag, 10 Uhr.

Finstere Aussichten sind das: 48 Stunden Dauerregen mit ergiebigen Schauern kündigte der Wetterdienst an. Am nassesten wird es laut Vorhersage am Alpenrand: Pro Quadratmeter sollen hier 60 bis 90 Liter runtergehen. In vielen Landkreisen stellen sich die Rettungskräfte der Feuerwehren bereits darauf ein, dass Keller und Straßen überflutet werden. Auch Bäche und Flüsse könnten über die Ufer treten. Der Wetterdienst warnte auch vor Erdrutschen.

In Bayern sind die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Miesbach, Garmisch-Partenkirchen, Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu, Traunstein, Weilheim-Schongau sowie Landkreis und Stadt Rosenheim und die Stadt Kempten betroffen. In Baden-Württemberg sind es der Kreis Ravensburg, der Bodenseekreis, die Kreise Waldshut und Lörrach, das Breisgau, die Stadt Freiburg, die Kreise Emmendingen, Rottweil, Rastatt und Freudenstadt, die Stadt Baden-Baden sowie der Kreis Calw und der Ortenaukreis.

Den ersten Vorboten der Schlechtwetterfront fiel am Freitag auch ein Motorsegler bei Forchheim zum Opfer. Das kleine Flugzeug stürzte beim Start im oberfränkischen Hetzles ab. Der Motorsegler war beim Start von einer Windböe erfasst worden. Dadurch verlor es Auftrieb, so ein Polizeisprecher. Am Ende der Startbahn versuchte der 64-jährige Pilot noch einmal, das Flugzeug wieder hochzuziehen. Dabei streifte er jedoch mit dem Propeller und einer Tragfläche ein Gebüsch und stürzte auf einen Feldweg. Das Flugzeug wurde bei dem Unfall völlig zerstört. Der Pilot hatte Glück: Er blieb unverletzt.

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