Bayern Einmal Fleisch, einmal Milch: Unfälle mit Transportern

20 Tonnen Grillfleisch: Der Laster brannte vollständig aus Foto: Feuerwehr Allertshausen

FREISING - Auf der A9 bei Eching fängt ein mit Grillfleisch beladener Laster Feuer und brennt völlig aus – der Fahrer bleibt völlig unverletzt. Und auf der A8 bei Eschenried laufen tausende Liter Milch aus

 

Dieser Anblick lässt das Herz jedes Grillmeisters höher schlagen: Tonnenweise Köstlichkeiten wie Putenschnitzel, Rindersteaks und Schweinefilets ganz frisch und auf heißer Flamme gebraten. Am Mittwochfrüh gegen sechs Uhr stieg auf der A9 bei Eching Deutschlands größter Barbecue – leider unfreiwillig.

Ein Kühllaster, der 20 Tonnen Grillgut geladen hatte, stand nahe der Raststätte Fürholzen bei Freising plötzlich in Flammen. „Alles ging ganz schnell. Ich habe Qualm gesehen und Flammen im Motor“, erzählt Fahrer Frank Lichtenberg (44) der AZ. Er selbst blieb völlig unverletzt, doch nun seufzt er: „Ausweise, Führerschein, Geldbeutel – alles ist zerstört.“ Seit zwei Jahren kutschiert er für die Spedition Christian Tasche aus Lemgo Kühltransporter durch ganz Deutschland.

Den Grund für das plötzliche Feuer kann auch er sich nicht erklären. Die Polizei geht von einem Defekt am Motor aus. Und die Speditionsfirma beteuert: „Alles war hundertprozentig in Ordnung am Wagen.“ Wie hoch der Schaden ist, wollte dort niemand beziffern. Fest steht: Am Lkw entstand Totalschaden und auch die Ladung dürfte kaum noch genießbar sein.

Nicht nur für die Fleischindustrie, für die Lebensmittelbranche insgesamt war der Mittwoch ein schwarzer Tag. Während auf der A9 Steaks grillten, ergossen sich auf einige Kilometer weiter südlich auf der A8 Dreieck Eschenried tausende Liter Milch über den Asphalt. Ein mit Milchtüten beladener 40-Tonner hatte einen Anhänger gerammt und war umgekippt. Fahrer und Beifahrer wurden leicht verletzt, es kam zu zehn Kilometer Stau und einem Schaden von 500000 Euro. rke

 

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