Bayern-Basketballer im Stress Barcelona abhaken und auf Bonn fokussieren

"Nach dieser Woche werden wir analysieren können, wie wir darauf reagieren und wo wir stehen", sagt FCBB-Coach Radonjic. Foto: firo/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern kehren mit einer Niederlage gegen Ex-Trainer Pesic aus Barcelona zurück. Schon am Sonntag wartet nun gegen den Tabellenzweiten Bonn in der Liga die nächste Standortbestimmung.

München - Den Besuch bei seinem Vater hatte sich Marko Pesic, 41, sicher etwas anders vorgestellt. Die 73:83-Niederlage, die der FC Bayern Basketball am Donnerstagabend beim von Svetislav Pesic (69) trainierten FC Barcelona hinnehmen musste, sorgte letztlich dafür, dass der FCBB-Geschäftsführer das Familienduell in nicht allzu guter Erinnerung behalten wird.

Zumal sich das berufliche Aufeinandertreffen am Ende, abgesehen von einer Begegnung am Vorabend, auch auf das Wesentliche beschränkte. Da auf beide Teams bereits am Sonntag die nächsten Aufgaben in der heimischen Liga warten, saß Marko Pesic am Freitag nämlich auch schon wieder mit der Mannschaft im Flieger zurück nach München.

Radonjic: "Offensivrebounds haben uns zugesetzt"

Dabei hatten alle Beteiligten genug Zeit, darüber nachzudenken, warum sie statt dem zweiten Sieg in der Euroleague in Folge eine bittere Niederlage im Gepäck hatten. "Wir haben gut gekämpft, doch die Offensivrebounds von ihnen haben uns das ganze Spiel zugesetzt", nannte Bayern-Trainer Dejan Radonjic die Gründe: "Als wir am Ende noch einmal dran waren, haben wir Freiwürfe liegengelassen, damit war es leider entschieden."

Mit der ersten Aktion hatte Kapitän Danilo Barthel sein Team noch per Distanzwurf mit 3:0 in Führung gebracht – es blieb das einzige Mal. Denn Barça kam mit "mehr Aggressivität" (Radonjic) aufs Feld, und die Bayern liefen schnell einem 8:24-Rückstand hinterher. "Im dritten Viertel haben wir uns auf vier Punkte rangekämpft (45:49; d. Red.)", sagte Maodo Lo, der mit 16 Punkten Topscorer seines Teams war, "aber dann haben wir ihnen wieder Offensivrebounds gegeben. Das hat uns kaputtgemacht."

Pesic senior: "Haben unsere Konzentration nicht verloren"

14 Mal überließen die Bayern ihrem Gegner den Ball unter dem eigenen Korb, insgesamt ging das Reboundduell mit 20:37 verloren. Gegen den 2,17 Meter großen Center Ante Tomic (18 Punkte) fanden die Münchner einfach kein Mittel. "Ich habe den Vorteil, dass ich alle Spieler von Bayern, ihre Trainer, ihren Präsidenten und ganz besonders ihren Geschäftsführer kenne", sagte Pesic senior, der von 2012 bis 2016 in München gearbeitet hatte.

"Wir haben unsere Konzentration nicht verloren und sind ruhig geblieben - auch, als sie noch mal rankamen", sagte der Münchner Meistercoach von 2014 zufrieden.

Zum Abschluss der Woche, in der die Bayern zum ersten Mal zwei Euroleague-Spiele hatten, kommt am Sonntag (18 Uhr/Telekom Sport) noch die Hausaufgabe gegen Bonn auf die Münchner zu – die vierte Partie innerhalb von acht Tagen. "Nach dieser Woche werden wir analysieren können, wie wir darauf reagieren und wo wir stehen", sagte Radonjic.

Ein Blick auf das BBL-Tableau wird dafür schon reichen. Denn gegen die genau wie Bayern mit drei Siegen makellos in die Liga gestarteten Gäste geht es um nicht weniger als die Tabellenführung.

 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. null