Bayern-Basketballer im Interview Maxi Kleber: "Es ist schwerer, uns zu stoppen"

"Ich habe meine Würfe selbstbewusst genommen und getroffen", sagt Bayerns Basketball-Ass Maximilian Kleber. Foto: sampics/Augenklick

Maximilian Kleber, der Topscorer im Basketball-Kader des FC Bayern, spricht im AZ-Interview über das neue System, die anstehenden Härtetests und clowneske Auftritte.

 

München - Maximilian Kleber wechselte 2015 zum FC Bayern Basketball. Am heutigen Samstag (20.30 Uhr) tritt der Nationalspieler mit den Münchnern in der BBL in Gießen an.

AZ: Herr Kleber, 50 Punkte in drei Spielen: Sie haben einen Lauf. Woran liegt das?
MAXIMILIAN KLEBER: Das wurde ich jetzt auch schon ein paar Mal gefragt. Ich bin einfach gut in die Spiele reingekommen, habe meine Würfe selbstbewusst genommen und getroffen. Dann passiert so etwas. Mit Aleksandar Djordjevic haben Sie auch einen neuen Trainer.

Was ist anders?
Es haben sich viele Sachen geändert. Wir spielen andere Systeme – offensiv wie defensiv. Der Ball bewegt sich mehr. Dadurch ist es für die Gegner schwieriger, alle Angriffe zu stoppen, es entstehen Lücken. Und ich kann dadurch meine Abschlüsse finden.

Nun gilt es, die Anfangseuphorie mitzunehmen.
Jetzt kommen ja auch die Härtetests. Es geht richtig los.

Bevor Sie zum FC Bayern kamen, waren Sie in Spanien. Vermissen Sie denn manchmal die Sonne?
Ich war ja in Santiago de Compostela, da regnet es im Winter auch ganz schön viel. Aber es war trotzdem eine super Zeit. Ich hatte auch einen Strand in der Nähe und habe das auch bis in den November hinein genutzt. Aber hier in München gibt es auch vieles, was man unternehmen kann. Die spanische Liga gilt als die zweitbeste der Welt.

Denken Sie manchmal auch noch an die Beste – die NBA?
Die NBA ist natürlich ein Traum. Den will man als Spieler auch nie wirklich aufgeben. Das ist einfach der größte Wunsch. Aber ich will mich jetzt auf das Jahr mit Bayern konzentrieren, über alles andere muss ich mir erstmal keine Gedanken machen.

Holen Sie sich in solchen Angelegenheiten auch Rat von NBA-erfahrenen Spielern wie Dirk Nowitzki, der wie Sie aus Würzburg kommt?
Eigentlich nicht. Einmal habe ich es in Würzburg getan, weil die Entscheidung für mich wirklich schwierig war. Was mache ich? Spiele ich ProA, Bundesliga oder College? Aber jeder Sportler ist für seine Karriere selber verantwortlich. Mittlerweile kann ich das ganz gut einschätzen.

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Wahrscheinlich dreht man in der NBA auch nicht so lustige kleine Videos wie das mit Comedian Harry G. Sie wirken darin recht locker. Macht es Ihnen auch Spaß?
Ich war früher ein bisschen kamerascheu, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, es macht mir sogar Spaß. Bei manchen Sachen sehe ich aus wie ein Clown, aber man muss auch über sich selbst lachen können.

Zum Schluss noch zu einer anderen Sportart: Fußball. In der zweiten Pokalrunde spielen die Löwen gegen die Würzburger Kickers. Wem drücken Sie die Daumen?
Natürlich den Würzburgern.

Angenommen, die Kickers kommen weiter und müssen gegen den FC Bayern ran?
Dann ist es schwer. Aber ich glaube, da darf ich ruhig für die Würzburger sein, weil ich mal davon ausgehe, dass die Bayern sowieso weiterkommen.

 

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