Basketball Nowitzki gibt Bayern endgültig einen Korb

Der NBA-Star wird definitiv nicht nach Deutschland wechseln: „Alle wären sauer”

 

München - Dirk Nowitzki heulte nach dem Titelgewinn in der NBA wie ein kleiner Junge. Tränen dürfen nun auch die Fans der Bayern-Basketballer vergießen, falls notwendig: Nowitzki kommt nicht nach München. „Irgendjemand wäre immer sauer, wenn ich in die BBL wechsle. Bamberg, Berlin oder eben in München Trainer Dirk Bauermann. Ich könnte es nur falsch machen”, sagte Nowitzki in einem SZ-Interview.

Eine Rückkehr nach Deutschland ist für den besten deutschen Basketballspieler aller Zeiten also gar kein Thema, stattdessen will Nowitzki nach der heute beginnenden Europameisterschaft in Litauen erstmal richtig Urlaub machen. Nowitzki: „Die Playoffs, das war zwei Monate die Hölle. Im Grunde schläfst du zwei Monate kaum und bist mental ständig am Limit.” Was der 33-Jährige dann nach seinem Urlaub macht, weiß er noch nicht so genau. Nur wenn sich die Aussperrung in der NBA länger hinziehen sollte, will sich der beste Spieler der Finalserie überlegen, wie er die kommenden Monate verbringen will.


Soweit ist es für den 2,13-Meter-Hünen aber noch nicht: „Bisher ist alles Geplänkel”, sagt Nowitzki über die momentanen Verhandlungen. „Wenn es näher an die Saison geht und die ersten Spiele abgesagt werden, dann vermissen die ersten Spieler ihren Gehaltsscheck. Dann wird ernster verhandelt, da bin ich sicher.” Bis dahin bereitet sich der Star mit dem deutschen Team auf die EM vor. Probleme bei der Integration ins Team habe er nicht gehabt, erzählt Nowitzki: „Das Eis war schnell gebrochen. Ich brauche keine Extrawürste.”


Die EM 2011 wird für Nowitzki wohl die letzte sein: „2015 ist für mich ehrlich gesagt kein Thema mehr”, sagt der Würzburger und schiebt einen Seitenhieb gegen den deutschen Basketballverband nach: „Dass sie es nicht früher mal geschafft haben, ein Turnier zu holen, ist schade.”
Dem deutschen Basketball will er aber trotzdem erhalten bleiben, denn nach der Karriere nur am Strand rumsitzen, „das kann ich nicht”. Und vielleicht ändert der amtierende NBA-Champion seine Meinung dann doch noch und lässt seine Karriere beim FC Bayern ausklingen. 

 

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