Bangen um Olympia-Einsatz nach Unfall Neureuther bei Müller-Wohlfahrt: Darf er nach Sotschi?

Warten auf Felix Neureuther vor der Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt. Das DSV-Auto, mit den Neureuther kam, ist offenbar nicht der Unfallwagen. Foto: Julian Galinski

Derzeit befindet sich Ski-Star Felix Neureuther in München bei Dr. Müller-Wohlfahrt. Was kommt raus bei der Untersuchung? Kann er doch heute noch nach Sotschi reisen? Die AZ ist vor Ort.

 

München – Seit heute Morgen ist Felix Neureuther, der gestern mit seinem Auto in Garmisch auf eisglatter Straße einen Autounfall hatte, bei Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Sein Arzt des Vertrauens soll klären, ob ein Start bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi in Gefahr ist. Vater Christian Neureuther, der sich schon in Sotschi befindet, sprach von einem Verdacht auf Schleudertrauma. Eine Kernspintomographie soll Klarheit bringen.

Die AZ ist vor Müller-Wohlfahrts Praxis und wartet auf das Ergebnis der Untersuchung. Vor der Praxis steht ein Audi des DSV-Teams, der auf den ersten Blick unversehrt ist. Der Wagen ist allerdings nicht von Felix Neureuther, sondern das Auto eines Trainers aus Wien.

Inzwischen gibt es auch Neuigkeiten von der Unfallstelle: Die Weilheimer Polizei hat nach eineinhalbstündiger Suche die Unfallstelle südlich, kurz vor dem Autobahndreieck Starnberg gefunden. „Es war nur ein Touchierer. Die Leitplanke ist nur ein bissl nach hinten gebogen“, sagte ein Polizist aus Weilheim zur AZ. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden wohl auf ca. 300 Euro.

Wann Neureuthers Freundin Miriam Gössner die Polizei kontaktierte, sei derzeit noch „Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen“. Deswegen will sich die Polizei auch nicht äußern. Wie die Nachrichtenagentur dpa vermeldet, hat die Staatsanwaltschaft München II ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Unfallflucht eingeleitet.

Polizeisprecher Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Süd zur AZ: „Vom Gesetzgeber her muss man entweder warten oder unverzüglich die Polizei verständigen.“ Entscheidend sind die Schadenshöhe, ob Warten an der Unfallstelle überhaupt möglich und „zumutbar“ war. Und ob Miriam Gössner „unverzüglich“ angerufen hat.

Die Polizei will am Unfallwagen „so bald wie möglich“ die Unfallspuren untersuchen. Außerdem müssen die Beteiligten – also Felix Neureuther und Miriam Gössner - befragt werden. „Wenn die Personalien feststehen, ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Befragung gleich heute erfolgt“, sagt Jürgen Thalmeier.

 

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