Bananen und Holland-Werbung So lacht die Welt über Donald Trump und sein Lager

Nur wenige Tage ist die Amtseinführung von Donald Trump her. Viele Internetnutzer flüchten sich in ihren Galgenhumor, um die ersten Tage der Trump-Herrschaft zu verarbeiten - mit Memes, witzigen Tweets und holländischer Satire.

Donald Trump (70) ist ohne Frage einer der umstrittensten US-Präsidenten, die es bisher gegeben hat. Seine Worte und sein Verhalten spalten nicht nur eine Nation, sondern sorgen auf der ganzen Welt für Unruhe. Der Ungewissheit über das, was da noch kommen möge, begegnen viele mit einer gewissen Art Galgenhumor. Schon in den ersten Tagen nach Trumps Amtseinführung ist das Internet unter der Last der vielen Witze, Memes und Parodien förmlich zusammengebrochen.

Erst die USA, dann Holland

Eine der witzigsten Parodien auf den US-Präsidenten stammt allerdings nicht aus den USA, sondern aus den Niederlanden. In der Satire-Sendung "Zondag met Lubach" präsentierte Moderator Arjen Lubach einen über dreiminütigen Clip, mit dem sich die Niederlande auf ganz besondere Weise bei Trump anbiedern. Die witzige Parodie, die wie ein Wahlwerbespot daher kommt und dem US-Präsidenten auf trumpsche Weise die Vorzüge Hollands aufzählt, ist derzeit nicht umsonst auf YouTube heiß begehrt. Wie heißt es in dem Video so schön: "America first, Netherlands second".

Aber nicht nur Trump, seine Frau Melania und sein Sohn Barron bekommen gerade vor allem in den sozialen Medien ihr Fett weg, sondern auch sein Pressechef und seine Beraterin. Sean Spicer tönte bei seinem ersten Auftritt vor Journalisten, dass Trumps Inauguration das "größte Publikum" beigewohnt habe, das je bei einer "Amtseinführung eines Präsidenten dabei war. Punkt." Das stimmte zwar nicht, dafür trendeten schon kurz darauf die "#spicerfacts" auf Twitter. User stellten unter anderem fest: "Die Erde ist flach. Punkt." oder auch "Nickelback hat mehr Platten verkauft als jede andere Band. Punkt."

Für noch mehr Aufruhr sorgte Trumps Beraterin Kellyanne Conway, die Spicers missglückte Vorstellung zu verteidigen versuchte. Laut ihr habe Spicer einfach nur "alternative Fakten" genannt. Klar, dass so mancher direkt nach diesem Statement mit seinen eigenen alternativen Realitäten um die Ecke kann. Selbst der ein oder andere Promi machte mit bei der folgenden Social-Media-Lügen-Welle. Lance Bass (37) von der ehemaligen Boygroup N'Sync, der 2006 öffentlich machte, dass er schwul sei, schrieb beispielsweise: "Als ich noch bei den Backstreet Boys war, habe ich ein uneheliches Kind mit Betty White gezeugt."

Die Banane des Anstoßes

Gar nicht zum Lachen ist allerdings dem als "Bananensprayer" bekannten Künstler Thomas Baumgärtel. Diesem wurde von Twitter untersagt, ein satirisches Bild von Trump - auf diesem hat der US-Präsident eine Banane im Mund, sein Gesicht ist dem eines Affen ähnlich - als Werbekampagne über Twitter Ads zu fahren.

"Twitter hat das nicht genehmigt", erklärte der Künstler dem WDR. Der Kurznachrichtendienst habe sich auf seine "Richtlinien zu 'Hass, heiklen Themen und Gewalt'" bezogen. "Hass und Gewalt kann ich in meinem Bild wirklich nicht erkennen. Heikel ist es auch nicht, schließlich haben wir in Deutschland Kunst- und Meinungsfreiheit", erklärte Baumgärtel. Dieser habe laut dem Bericht den Verdacht, dass Trump, der wohl einer der berüchtigtsten und berühmtesten Twitter-Nutzer ist, geschützt werden solle.

 

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