Bairisches Gold-Interview Olympiasiegerin aus Eggenfelden: Barbara Engleder im Netz gefeiert

"Bairisches" Gold durch Barbara Engleder in Rio. Foto: Friso Gentsch/dpa

Schützin Barbara Engleder hat ihre sensationelle Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio im breiten bairischen Dialekt bejubelt. Im Internet wird die Eggenfeldenerin dafür gefeiert - auch wenn nicht jeder ihre Aussagen verstanden hat.

 

München - Egal ob direkt nach ihrem Erfolg am Schießstand, ob beim Interview mit Radio-Reportern oder beim abschließenden Gold-Interview im ZDF mit Katrin Müller-Hohenstein: Olympiasiegerin Barbara Engleder faszinierte mit ihrer lockeren Art - und ihrem niederbayerischen Dialekt.

Kurz nach ihrem letzten Schuss im Dreistellungskampf ließ Engleder ihren Emotionen freien lauf, jubelte und freute sich über den Olympiasieg. Diese Freude wurde anschließend im Interview deutlich - geführt, natürlich auf Bairisch: "Oiso jetzt bin i natirle super glücklich, überglücklich. Es kannt jetzt ned besser sei momentan. I bin total geflasht, weil i mir des niemois erträumt hätt, dass des wirklich so guad geht" , erklärte die Olympiasiegerin im Anschluss an ihren Gold-Erfolg im ARD-Radio-Interview.

Engleder und der Olympiasieg für Bayern

Eine Erklärung, wie es mit dem Olympiasieg im Finale klappen konnte, hatte die 33-Jährige ebenfalls: "Oa Chinesin verkackt immer. Und diesmoi war's ausgerechnet de, de hinter mir gelandet is. Einwandfrei!"

Und wie feiert eine waschechte Niederbayerin wie Engleder ihren Olympiasieg? Natürlich mit einem Weißbier, wie die 33-Jährige im ZDF-Interview mit Katrin Müller-Hohenstein erklärte: "I hoff sehr, dass oans ham. Mir wurde des a scho suggeriert. Do wer I auf alle Fälle no oans trinka." Logisch, schließlich hat sie die Medaille vor allem für den Freistaat geholt: "I hob des nit nur für Deutschland gmacht, sondern erst recht für Bayern", so Engleder.

Hier können Sie den Erfolg von Engleder im Video sehen:

Alle Ergebnisse und Medaillen: Der AZ-Olympia-Newsblog

Hochwasser gefährdete Olympiasieg

Dass Barbara Engleder um den Sieg bei den Olympischen Spielen schießen konnte, war nicht selbstverständlich. Die Sportschützin litt, wie zahlreiche Menschen in Niederbayern, an den Folgen des Hochwassers. So waren zwei ihrer Waffen, mit welchen die 33-Jährige schließlich in Rio Gold holen sollte, vom Hochwasser beschädigt worden.

"Des war a bläde Gschicht und zwar ham mia erst kürzlich Hochwasser bei uns in Niederbayern ghabt. Mi hods leider a schlimm erwischt", so Engleder im ZDF-Interview. "Zwoa von meine KK-Waffen konnt i leider nimma rechtzeitig rausbringen ausm Haus. Die sand beide untergegangen, die sand baden gegangen." Dass sie doch noch mit ihren Waffen in Rio starten konnte, verdankt die jetzige Olympiasiegerin vor allem ihrem Ausrüster: "Dann hod mir mei Ausrüster angeboten, die Waffen numoi durchzuchecken und eben a Endoskopie durchzuführen. Aber es hod nix gfaid und i hob alles mitbringa kina."

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Twitter-User feiern bairisches Gold-Interview

Nicht nur in Rio, sondern auch auf Twitter wurde das Gold-Interview der Eggenfeldenerin gefeiert - wohl auch weil nicht jeder Zuschauer in Deutschland die Aussagen der 33-Jährigen verstehen konnte.

 
 

Glaubt man dieser Twitter-Userin führt das "Verständigungs-Problem" der Dialekte sogar zu kuriosen Hochzeitskonstellationen:

 

Aber gibt es wirklich ein "Verständigungs-Problem"? Dieser Twitter-Nutzer hat eine ganz eigene Erklärung:

 
Egal, ob man nun jede Aussage von Barbara Engleder verstehen konnte oder nicht, fest steht: Die Olympiasiegerin aus Niederbayern hat mit ihrer lockeren Art die Herzen der Sportfans in Deutschland erobert!
 

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