Badeseen in München Würm und Olympiasee: Kann man hier baden?

Ganz schön frisch, die Würm – und an manchen Stellen auch reißend. Ob es – wie etwa in Planegg – auch auf Münchner Stadtgebiet einige Stellen gibt, die sich für ein „Natur-Würmbad“ eignen würden, soll jetzt die Stadtverwaltung prüfen. Foto: ill

Weil sich in Freibädern zu viele Münchner drängeln, soll die Stadt neue Bademöglichkeiten bauen, fordert ein FW-Stadtrat. Etwa am Olympiaparksee, an der Würm und am Nadisee.

 

Gerade mal früher Nachmittag war’s am Donnerstag, da war die Autobahn-Auffahrt zum Langwieder See schon gesperrt: Alle Parkplätze rappelvoll. Ramboparker an den Straßenrändern. Und an den Badeplätzen am Langwieder- und Lusssee drängelten sich tausende Menschen, die bei knapp 30 Grad Sommerhitze baden, chillen, grillen wollten.

Ungewöhnlich? Ist das in München schon seit Jahren nicht mehr. Kaum wird’s Sommer in der Stadt, zieht’s Familien, Singles, Rentner und Teenie-Cliquen in Scharen nicht nur die acht städtischen Freibäder, sondern auch an die Seen im Umkreis. Weil da oft nix mehr geht, weichen immer mehr Städter an den Wörthsee, Pilsensee oder an die Stoibermühle aus und finden selbst dort kaum noch ein Platzerl für ihr Handtuch. Wie sehr sich das Problem noch verschärfen wird, ist absehbar. Seit Jahren wächst die Zahl der Münchner – gerade wurde die 1,5-Millionen-Marke geknackt. Und bis 2030 erwarten die Statistiker bis zu 300 000 Neubürger.

Wo sollen die sich alle erholen, wenn es heiß wird?

Jetzt unternimmt der Freie-Wähler-Stadtrat Johann Altmann einen Vorstoß, der noch für reichlich Debatten sorgen wird, und fordert: Mehr Seen, Bäder und Freizeitstätten in allen Stadtvierteln! „Wir haben ja noch jede Menge Flächen, die sich eignen würden“, sagt er. Nun soll die Stadtverwaltung prüfen, wo Bademöglichkeiten neu geschaffen werden könnten.

Seine erste Vorschlagsliste:

1. Die Seen im Ostpark, im Perlacher Park und der Olympiasee. Hier sollen Experten die „Badetauglichkeit“ prüfen und mal rechnen, wie groß wohl der finanzielle Aufwand für die Umbauten für Badegäste wäre.

2. Ein ganz neues Freibad kann sich Altmann etwa im Siemenssportpark am Neubaugebiet an der Siemensallee vorstellen.

3. Klären lassen will er auch, ob das alte Floriansmühlbad in Freimann reaktiviert werden kann.

4. Was in Planegg funktioniert, könnte auch auf dem Stadtgebiet Spaß machen: ein neues Naturbad an der Würm.

In drei Monaten könnten erste Ergebnisse vorliegen. Und Altmann ist optimistisch: „Wenn die Verwaltung will, könnten wir vielleich schon nächstes Jahr neue Badeidyllen mitten in der Stadt haben.“

 

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