Badesaison in Maria Einsiedel Frühjahrsputz im Naturbad

Weg mit dem Dreckwasser: Stephan Krüger und Marleen Freiberg entwintern das Maria-Einsiedel-Freibad. Foto: SWM

Die Arbeiten für die Auswinterung des Freibads Maria Einsiedel sind in vollem Gange. Eröffnet wird im Mai.

 

Thalkirchen - Die warme Jahreszeit, das lässt sich nicht leugnen, kommt mit großen Schritten näher. Überall sprießen Blümchen, die sonnigen Tage werden immer häufiger – und die Freibadsaison kündigt sich jetzt auch an.

„Auswintern“ nennen das die Experten der acht Münchner Freibäder, wenn sie die Becken für die Sommersaison vorbereiten. Rund vier Wochen vor der Eröffnung geht es für gewöhnlich los. Das Naturbad Maria Einsiedel ist allerdings besonders aufwendig zu reinigen. Obwohl sich die Pforten hier erst Mitte/Ende Mai öffnen schuften Badleiterin Marleen Freiberg und Ihr Stellvertreter Stephan Krüger jetzt schon. Denn die Natur kann man nicht einfach einschalten, wie eine Filteranlage. Bis die biologischen Reinigungsprozesse richtig laufen, dauert es weitere vier Wochen.

Der Frühjahrsputz beginnt mit dem Aufräumen: Herbstlaub, abgebrochene Äste und Unrat werden beseitigt, die Wege von Moos und Unkraut befreit. Schritt zwei sind Reparaturen. Die Arbeiter erneuern Teerdecken und gesprungene Fliesen, wo es nötig ist kommt neue Farbe an die Wände.

Dann kommt das Wichtigste: Die Becken werden gründlich gereinigt. Über die Wintermonate sammelt sich hier einiges an Dreck an. Mit Besen und Hochdruckreiniger entfernen Marleen Freiberg und Stephan Krüger Laub, Erde und zähen Algenschlamm, bis alles blitzt und blinkt. Besonders im Sprungbecken ist das eine schweißtreibende Angelegenheit – hier muss der Schmutz immerhin aus fünf Metern Tiefe nach oben gebracht werden. Die Wasserleitungen wurden vor dem Winter entleert. Jetzt müssen die Badleiterin und ihr Assistent die Rohre und Anschlüsse überprüfen, Ventile einsetzen und Armaturen montieren.

Damit der Badesommer perfekt starten kann, folgt zum Schluss die Detailarbeit. Im Kinder- und Spielbereich putzt Stephan Krüger der Plastik-Schildkröte das Maul ab, Schaukeln und Fußballtore werden gewartet und poliert.

Und wenn alles sauber ist, kommt endlich der ersehnte Moment: die Schleusen öffnen sich und rund 5,7 Millionen Liter Wasser strömen in die Becken und den Aufbereitungsteich – vier bis sechs Tage dauert es bis die alle voll sind, zwei bis drei Tage später ist das Beckenwasser die 22° Betriebstemperatur erreicht hat. Nach dem Rasenmähen werden noch zwei LKW-Ladungen Gras abtransportiert.

Dann braucht es nur noch das passende Badewetter.

 

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