AZ-Stadtspaziergänger Rockmuseum auf Olympiaturm: Raritäten aus der Musik-Geschichte

Herbi Hauke in einem seiner Lager voller Rock-Geschichte Foto: Sigi Müller

AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller unterwegs im Rockmuseum. Noch ist es zu – doch bald gibt es wieder was zu sehen. Für AZ-Leser auch digital.

 

München - Im Januar war ich das letzte Mal im Rockmuseum auf dem Olympiaturm. Damals durfte ich bei der Vorstellung der "Augmented Reality", der digitalen Form des Museums, zur Gitarre greifen – und den Abend musikalisch eröffnen.

Im jeweiligen App-store unter dem Stichwort "Rockmuseum" kann jeder diese Digitalausstellung kostenfrei downloaden – und schon kann man jederzeit durch das Museum gehen. Und so funktioniert’s: Mit der App einfach die Nummern übers Handy einlesen, und schon führt Sie Herbi Hauke digital durchs Rockmuseum! Natürlich wird diese App weiter ausgebaut, weshalb das virtuelle Museum quasi täglich wächst.

Nun ist das Museum derzeit ja leider immer noch geschlossen, weshalb ich den Rockfans die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung des Olympiaturms ein bisserl verkürzen kann.

Von Elton Johns Hut bis zur "Axt" von Kiss

Sechs Nummerntafeln kann ich Ihnen heute exklusiv zeigen, über die besagte App "Rockmuseum" können Sie damit eine komplette Führung erleben. Ich treffe Digital-Führer Herbi Hauke an dem Ort, an dem seine große Sammlung lagert. Er sortiert gerade Exponate für die Beatles-Ausstellung "A Day in the Life" die ab 24. Juni in der Pasinger Fabrik beginnt. Warum genau an diesem Tag? Weil vor 54 Jahren am 24. Juni 1966 die berühmten Beatles live in München gespielt haben.

Das "Vorratslager" des Museums birgt faszinierende Musikgeschichte in jeder Ecke. Dokumente, Poster, seltene Plattencover mit Konzertmitschnitten. Bootlegs nennt man diese Schwarzpressungen.

Dazu eine Brille und einen Tropenhut von Elton John, die Axtgitarre von Gene Simmons von Kiss oder Ozzy Osbournes (Black Sabbath) Gitarre mit den Totenköpfen. Dazu große Rahmen mit goldenen Schallplatten und CDs von Bon Jovi, Beyoncé, Robbie Williams und vielen mehr. Exponate ohne Ende.

Hier einmal eine Nacht eingeschlossen sein, alle Kisten zu öffnen und zu stöbern, wird sich sicher so mancher Musikfan wünschen. Ich auch. Ich freue mich auf die Zeit, wenn das Museum wieder öffnet und auch die legendären Konzerte auf Münchens höchster Bühne stattfinden können.

In diesem Sinne,

Ihr Sigi Müller

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