AZ-Stadtspaziergänger Müllbergl in Fröttmaning: Herrliche Aussichten auf München

Der Blick runter vom Müllberg Richtung Innenstadt – hinter der Frauenkirche ragt das Heizkraftwerk Süd in die Höhe. Foto: Sigi Müller

Weit weg von den Alpen, aber mit wunderbarem Fernblick: Münchens Müllbergl im Norden.

 

München - Ein bisschen zu weit weg von den Alpen, baut sich der Münchner die Berge halt selbst. So haben wir die Schuttberge im Luitpoldpark oder auf dem Olympiagelände – und eben die beiden Müllberge bei der Allianz Arena. Einen davon, in Großlappen, auf dem das Windrad steht, kann man ja sogar besteigen, und man wird sicher überrascht sein, mit wie viel Grün die Natur hier inzwischen aufwartet.

Deponiegase: Der Berg, um sich das Rauchen abzugewöhnen

Unten am Fuß, beinahe in ein Wäldchen eingebettet, liegt das Heiligkreuzkirchlein mit dem alten Friedhof. Von oben sieht man nur die Spitze aus den Bäumen schauen. Daneben blitzt ein bisschen Blau durch. Die Autobahnschilder der Abzweigung Richtung Stuttgart und Salzburg. Von der Autobahn ist allerdings nichts zu sehen. Ein Stück weiter das Kunstwerk "Das versunkene Dorf" mit der halb im Berg versunkenen Replik des alten Kirchleins.

Es ist der Berg, um sich das Rauchen abzugewöhnen. Überall Warnschilder an den mit schweren Eisendeckeln verschlossenen Schächten, in denen sich auch heute noch Deponiegase sammeln. Erinnern Sie sich doch an die vielen Feuerstellen früher auf dem Berg, als hier die Faulgase abgefackelt wurden. Zu sehen, wenn man nachts auf der A9 fuhr. Und zu riechen gab’s auch einiges, wenn die Faulgase aus Großlappen herüberwehten.

Auf dem Müllberg: Ausblick über München

Zu Fuß weiter Richtung Windrad überholen mich hin und wieder Mountainbiker, oder Jogger. Ansonsten ist es unter der Woche und beim Sonnenaufgang sehr ruhig. Die Allianz Arena glüht rot in der aufgehenden Sonne. Oben angekommen hat man einen unbeschreiblichen Blick über München und kann, auf einer Bank sitzend, testen, wie gut man die Stadt kennt. Dahinter die Berge, die allerdings ohne Föhn meist nur schemenhaft sichtbar sind. Links dominiert das Heizkraftwerk Nord, im Hintergrund erkennt man das Riesenrad im neuen Werksviertel.

Die Frauenkirche, der Olympiaturm – alles gut zu sehen. Auf der anderen Seite der Blick aufs Stadion, daneben der letzte Müllberg Münchens, der noch mit Erde aufgeschüttet wird. Große Baufahrzeuge sind zu sehen. Ein Stück weiter Hochbrück und Garching. Nur wenn auf dem Windrad ein Warnlicht blinkt, muss man sofort den Berg verlassen. Das kann bei Sturm sein, oder auch wenn vom Windrad Eisstücke fliegen. Was in nächster Zeit zum Glück nicht zu erwarten ist.

In diesem Sinne eine schöne Woche
Ihr Sigi Müller

 

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