AZ-Service: "Fit mit Handy" Die Action-App: Smartphone statt Fitnessstudio

Die App „Freeletics“ ist ganz neu auf dem Fitness-App-Markt. Es gibt sie seit Januar, aber mehr als 30000 Smartphone-Benutzer haben sie sich schon heruntergeladen. Bisher gibt es sie jedoch nur fürs Iphone. Sie bietet ein besonders intensives Training, ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht. Stephan Sarközy: „Heutzutage ist das die effektivste Form des Fitnesstrainings, wenn man als Ziel hat, Fett zu reduzieren, die Ausdauer zu verbessern oder die Muskulatur zu formen.“ Gut findet er auch, dass Videos zu jeder Übung zeigen, wie’s gemacht wird. Aber: die Auswahl ist sehr gering.

Sarközys Urteil: „Durch die hohe Intensität der Übungen ist die App eher für Fortgeschrittene geeignet.“ Foto: freeletics

Heute startet die Serie "Fit mit Handy". Wir haben Apps aus den Bereichen Sprt, Ernährung und Gesundheit getestet - das Smartphone als kostengünstige Alternative zum Fitnessstudio

 

München Lukas sagt: „5, 4, 3, 2, 1 – Aktivität gestartet.“ Lukas ist neben Vanessa die Ansagestimme auf Deutsch in der Lauf-App von „Runtastic“. Er führt den Jogger durch seine Trainingseinheit. Passend zum Start in den Frühling hat die AZ Sport-, Ernährungs- und Gesundheits-Apps getestet, die in einer dreiteiligen Serie vorgestellt werden. Heute geht es los mit den Fitness- und Sport-Apps. Dass man als Begleitung in die Frühlingsfitness nicht mehr den teuren Vertrag mit dem Fitnessstudio braucht, zeigt schon allein der Blick in den App-Store: Tausende Sport-Apps gibt es, kostenlos oder gegen Geld.

Apps als Begleiter beim Joggen

Jeder Smartphone-Benutzer kann in seinem App-Store diese Anwendungen runterladen. Diese Apps begleiten einen beim Joggen oder Radfahren, beim Nordic-Walken, Inline-Skaten, zu Hause auf der Yogamatte oder auf dem Bürostuhl. Die Apps verfolgen die zurückgelegte Strecke, erstellen ein Höhen- und Geschwindigkeitsprofil und messen sogar, wenn man sich das Equipment zulegt, Blutdruck und Herzfrequenz.

Man kann seine Trainingserfolge auch mit Freunden teilen

Vernetzt man sich dann mit einem der sozialen Netzwerke, kann man seine Erfolge mit seinen Freunden teilen oder sich zum gemeinsamen Sporteln treffen. Die Sport-Apps nutzen Funktionen, die im Handy integriert sind: GPS, Ortungsfunktion oder Beschleunigungssensor. Damit messen sie Bewegung und Fitnesslevel.

Was taugen die Apps? Sportwissenschafter Stephan Sarközy gibt Antworten

Die große Frage aber ist: Was taugen diese Apps? Stephan Sarközy (32), Sportwissenschaftler und Personal Trainer (www.vitalisten.de) aus München, sieht diese neue Entwicklung gar nicht so negativ, wie man es denken könnte. Seiner Meinung nach können Fitness- und Gesundheits-Apps den Gang ins Fitnessstudio durchaus ersetzen. „Das trifft selbstverständlich nur zu, wenn die Übungen die empfohlen werden, auch wirklich regelmäßig gemacht werden – so wie im Fitnessstudio.“ Sarközy sagt sogar, die Apps mit Video-Animation seien oft besser als das Training im Fitnessstudio. „Dort bekommt man die Übung oft nur zu Beginn des Trainings gezeigt, danach ist man allein am Gerät. Die Videos kann man sich aber immer wieder anschauen.“

Vorteil:

Man kann sie zu jeder Tageszeit und an jedem Ort machen kann: zu Hause, im Hotel, im Park. Allein oder mit Freunden zusammen – und das ganze ohne im Fitnessstudio oder einem Sportverein zu sein. Dazu kommt, dass eine App in der Basisversion oft kostenlos ist, und der Service, der dort geboten wird, ist gut. Aufbauversionen gegen Geld gibt es natürlich immer.

Nachteil:

Will man das Training mit Zusatzgewichten aufstocken, geht das meist nur im Fitnessstudio. „Wenn man an der allgemeinen Fitness, einer straffen Figur, oder den Fettpölsterchen arbeiten möchte, dann sind die Fitness-Apps durchaus eine Alternative. Bei speziellen Trainingszielen wie Muskelaufbau rate ich zum Gang ins Fitnessstudio“, sagt Sarközy.

 

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