AZ-Service Die Pkw-Maut kommt: Das müssen Autofahrer jetzt wissen

Es droht Ärger mit den Nachbarländern im Streit um die Maut Foto: dpa

Worauf müssen sich Autofahrer bei der Pkw-Maut einstellen? Die wichtigsten Punkte im Überblick:

 

STRASSENNETZ:
Inländer sollen für das knapp 13 000 Kilometer lange Autobahnnetz und das 39 000 Kilometer lange Netz der Bundesstraßen Maut zahlen. Pkw-Fahrer aus dem Ausland nur auf den Autobahnen.

MAUTPREISE FÜR INLÄNDER:
Alle inländischen Autobesitzer müssen eine Jahresmaut zahlen, die vom Konto abgebucht wird. Sie richtet sich nach Größe und Umweltfreundlichkeit des Autos. Im Schnitt kostet sie 74 Euro, maximal 130 Euro. Benziner sind günstiger als Diesel.

MAUTPREISE FÜR AUSLÄNDER:
Für Ausländer gibt es neben der genauso berechneten Jahresmaut auch zwei mögliche Kurzzeittarife (siehe Tabelle).

AUSGLEICH FÜR INLÄNDER:
Inländer sollen für Mautzahlungen durch eine geringere Kfz-Steuer wieder entlastet werden – auf den Cent genau. Bei besonders schadstoffarmen Autos (Euro 6) soll die Steuer nun sogar stärker sinken als es dem zu zahlenden Mautbetrag entspricht.

BESONDERE FAHRZEUGE:
Mautpflichtig sind auch Wohnmobile. Motorräder, Elektroautos, Behinderten-Fahrzeuge und Krankenwagen sind mautfrei.

KONTROLLEN:
Statt an Klebe-Vignetten sollen Mautzahler über das Nummernschild ihres Autos zu erkennen sein. Kontrolliert werden soll dies in Stichproben durch einen elektronischen Kennzeichen-Abgleich. Daten sollen nur hierfür erfasst und schnell wieder gelöscht werden.

STRAFEN:
Wer nicht zahlt und erwischt wird, muss eine Geldbuße zahlen. Genaue Summen sind noch nicht festgelegt.

RÜCKZAHLUNGEN:
Inländer, die nachweisen können, dass sie in einem Jahr nicht auf Autobahnen und Bundesstraßen gefahren sind, können die Maut zurückfordern.

 

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