AZ-Serie München 2030 Wohnquartier mit Grünflächen und Seen

In Feldmoching gibt's noch grüne Flächen (Archivbild). Foto: Gregor Feindt

Jung, grün und friedlich - im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl lässt's sich gut wohnen. Deshalb werden in den nächsten 15 Jahren auch noch mehr Menschen ins Viertel ziehen.

 

Feldmoching/Hasenbergl - „Das schlechte Image stimmt schon lange nicht mehr“, sagt Markus Auerbach, Bezirksausschuss-Vorsitzender von Feldmoching-Hasenbergl. Seine Familie wohnt seit jeher hier, er bezeichnet sich selbst als ein „Gwachs“ des Viertels. „Die Leute, die hier wohnen, leben gerne hier – nicht weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen.“ Und: Man kennt sich untereinander, auch in den großen Häusern. „Wir sind familienfreundlich und haben eine gute Kriminalstatistik“, hebt er hervor.

Der Demografiebericht der Landeshauptstadt gibt dem Stadtteilpolitiker recht: Schon jetzt wohnen hier für Münchner Verhältnisse überdurchschnittlich viele Kinder im Viertel. Bis 2030 werden 8000 neue Einwohner hinzukommen, die Altersstruktur wird sich dadurch kaum ändern.

Der Ausländeranteil wird um knapp vier Prozent ansteigen. Das ist zum einen auf die Zuwanderung zurückzuführen, andererseits werden die Bürger, die bereits in Feldmoching-Hasenbergl wohnen, älter. Hier will sich der BA mit speziellen Angeboten engagieren.

Das seit 1995 geplante Altenservicezentrum könnte demnächst tatsächlich realisiert werden. „Wir sind guter Dinge, dass es endlich realisiert wird“, gibt sich Auerbach optimistisch. Am Lerchenauer See und anderen dezentralen Punkten im Bezirk sollen Außenstellen von Beratungsangeboten errichtet werden, die sich speziell an die älteren Bürger mit Migrationshintergrund wenden.

Feldmoching und das Hasenbergl bilden hauptsächlich ein Wohnquartier, größere Arbeitgeber sind eher am Rand des Viertels zu finden. Deshalb sind die Probleme auch andere als in anderen Vierteln: „Uns fehlen massiv Sportplätze. Auf den Fußballfeldern treten sich die Spieler sprichwörtlich auf die Füße.“ Was es ebenfalls nicht gibt: ein Gymnasium. Weiterführende Schulen wären wünschenswert. Ebenso wie Lebensmittelgeschäfte.

„Viele kleine Läden, Bäcker, Metzger, schließen. Da entsteht eine Lücke, die wir füllen müssen“, erklärt Auerbach. An der Buswendeanlage und am nördlichen Ortsende sollen sich Supermärkte niederlassen.

Weiterer Knackpunkt: der Verkehr. „Wir wünschen uns, dass der Tunnel unter der Schleißheimer Straße realisiert wird. Zum anderen wollen wir, dass das FIZ über die S-Bahn erschlossen wird“, formuliert Auerbach.

 

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