AZ-Serie: München 2030 Pasing-Obermenzing: Ein Viertel für Jung und Alt

Viel Städtisches gibt es in Pasing – aber auch viel Natur. Foto: ho

Im Münchner Westen liegen Stadt und Dorf nur wenige Straßen entfernt – in Zukunft wird’s auch hier enger.

 

Pasing/Obermenzing - Den Stadtbezirk 21 als Viertel zu bezeichnen, greift eigentlich ein bisschen zu kurz. Denn auch wenn Pasing schon lange zu München gehört, bietet der Münchner Westen noch viel städtisches.

„Man hat hier Kultur, Vereinsleben, Einkaufsmöglichkeiten“, sagt Romanus Scholz, Vorsitzender des BA 21, der selbst in Pasing wohnt. Nur ein Stückchen weiter, in Obermenzing, stehen noch viele kleine und große Einfamilienhäuser und es herrscht eine viel dörflichere Atmosphäre. „Eigentlich muss man das Viertel gar nicht verlassen“, findet Scholz. Die Mischung aus Stadt und Dorf spiegelt sich auch in der Demografie des Viertel wider: Es gibt nicht nur sehr viele ältere Menschen, sondern eben auch überdurchschnittlich viele jüngere Menschen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren.

Rund 10 000 neue Einwohner werden in den kommenden Jahren in den Bezirk ziehen, das ist ein Anstieg von 14,3 Prozent und liegt damit im Münchner Durchschnitt. Die große demografische Veränderung bleibt aber dennoch aus.

Das liegt daran, dass die bisherige Bevölkerung zwar deutlich älter wird, durch die Neubauprojekte aber viele junge Familien erwartet werden, die den Altersdurchschnitt ausgleichen werden. Besonders an der Paul-Gerhardt-Allee und südlich der Bahnlinie sind Neubauten geplant: Rund 3000 neue Wohneinheiten sollen hier entstehen, die auch vielen Neumünchnern ein Zuhause bieten werden.

Doch nicht nur von außerhalb kommen neue Gesichter ins Viertel: Pasing mit seiner hohen Geburtenrate wird im Jahr 2030 auf dem dritten Platz in München liegen. Kein Problem für das Viertel, sagt der BA-Vorsitzende Scholz. Nicht nur was die Betreuung von Kindern angehe, sondern auch bei Angeboten für Jugendliche sei der Bezirk gut aufgestellt.

Die große Herausforderung der kommenden Jahre wird eher sein, dass ein erheblicher Bevölkerungsteil immer älter wird und sich dadurch auch die Ansprüche der Bewohner an ihr Viertel verändern. „Aspekte wie Barrierefreiheit und Nahversorgung werden in Zukunft sicher eine größere Rolle spielen als jetzt“, sagt Romanus Scholz. Doch durch die langwierigen Bauarbeiten, die das Viertel in den vergangenen Jahren belasteten, hat sich schon viel getan.

„Wir haben ja die ganze Umstrukturierung schon hinter uns“, meint Scholz, „deshalb würde ich sagen: Pasing ist gerüstet.“

 

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