AZ-Serie "Endlich Feierabend" Von Wolfratshausen nach Schäftlarn: Ein bisschen Alaska

Die Isar im Bereich der Pupplinger Au bei Wolfratshausen, mit Höckerschwänen und Gänsesäger. Foto: Sir Boris/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Zum Wochenende eine Feierabendtour, die sich auch gut an einem freien Tag machen lässt.

 

Dunkelgrüne Nadelbäume, scharfe Berge in naher Ferne und ein mittelwilder Fluss: Das gibt's für den geneigten Wanderer, der sich von Wolfratshausen aufmacht durch ein etwas ruppiges, alaskaeskes Gelände hauptsächlich über Forstwege durch die Puppinger Au zum Kloster Schäftlarn. Der Isarabschnitt nördlich von Wolfratshausen ist einer der wenigen noch ursprünglichen, die sich der Fluss in der Nähe von München bewahrt hat.

Die Route startet am S-Bahnhof Wolfratshausen, von wo wir entlang der Gleise südwärts bis zum Bahnübergang spazieren, den wir nach links überqueren und der Sauerlacher Straße nach Osten folgen.

Nach knapp zehn Minuten passieren wir die Kirche St. Nantwein und verlassen die Stadt immer geradeaus auf der Sauerlacher Straße. Die Isar überqueren wir über die Marienbrücke, nach der wir links abbiegen über Stufen auf einen Forstweg. Dort wenden wir uns nach rechts, folgen dem Forstweg und überqueren eine Holzbrücke zum Ortsschild von Puppling.

Dort biegen wir links in die Teerstraße ein. An der nächsten Weggabelung wählen wir den linken Pfad, der nach kurzer Zeit in den Wald führt. Wenige Minuten später zweigt erneut ein Forstweg scharf nach links ab ins Naturschutzgebiet, wo wir an einer weiteren Abzweigung der Markierung (gelbes Dreieck) folgen und nordwärts gehen, um die Pupplinger Au und den wilden Isarverlauf am Ufer entlang flussabwärts zu erkunden.

Bald erkennen wir das Ickinger Wehr. Davor zweigt nach rechts ein Kanal ab, dem wir folgen auf die Teerstraße, die wir früher verlassen haben. Über den Kanal und eine Brücke spazieren wir auf das Wehr zu. Wer genug hat, kann die Tour (1,5 Kilometer, ca. 25 Minuten) hier abkürzen und nach Icking zum S-Bahnhof hinaufwandern.

Um nach Schäftlarn zu gelangen, spaziert man am Wehr vorbei, über einen Forstweg erneut in den Wald (Wegweiser "Dürnsteiner Brücke") - optional dem Isarkanal folgend. Etwa eine halbe Stunde später am Gasthaus "Zum Bruckenfischer" gehen wir an der Querstraße nach links und überqueren die Isar über die Dürnsteiner Brücke. Rechts der Fahrbahn spazieren wir auf dem Fußweg auf das Kloster Schärflarn zu. Direkt gegenüber befindet sich die sehr sehenswerte spätbarocke Klosterkirche, die leider schon 17.30 Uhr schließt - aber zum Trost auch das Klosterbräustüberl mit sehr gutem Biergarten, der bis 22 Uhr geöffnet ist.

Den Heimweg treten wir an, indem wir an der Klosterkirche links in einen Fußweg einbiegen (Wegweiser "Ebenhausen") und durch den Wald in den Ort hinaufwandern. Die Wolfratshauser Straße links entlang kommt bald der S-Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn.

Gehzeit: etwa 3 Stunden

 

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