AZ-Meinung Loch im Haushalt: Ende des Goldrauschs

Rathaus-Reporter Florian Zick über das Loch im Stadtsäckel. Foto: dpa/AZ

Der Stadt brechen Einnahmen weg, ein Sparkurs droht. Doch ist es gerechtfertigt, München nun zu einer armen Stadt zu stilisieren? Rathaus-Reporter Florian Zick über das Loch im Stadtsäckel.

 

München - Die Zahlen klingen natürlich erst einmal monströs: Ursprünglich hat die Stadt mit über 200 Millionen Euro Gewinnabführung von den Stadtwerken gerechnet – doch dieses Geld wird kommendes Jahr nicht fließen. Zudem lahmen bei zwei weiteren Münchner Großkonzernen offenbar die Geschäfte. Da geht der Stadt schnell mal eine halbe Milliarde an Steuereinnahmen verloren.

Trotzdem ist es nachgerade albern, München nun zu einer armen Stadt zu stilisieren. Andere Kommunen in Deutschland mussten schon die Brunnen abstellen, weil sie sich das Wasser nicht mehr leisten konnten. Hier wurde zuletzt über Projekte erst dann kritisch nachgedacht, wenn sich die Kosten in dreistelliger Millionenhöhe bewegten.

Das wird sich nun halt wieder ändern müssen. Neue Schulen, neue U-Bahnen, neue Tunnel: Es ist nicht überraschend, dass das nicht alles gleichzeitig geht. Vielmehr ist es erstaunlich, dass sich die Stadt in ihrem milliardenschweren Goldrausch zugetraut hat, all diese Investitionen auf einmal stemmen zu können.

 

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