AZ-Kritik zur neuen Folge "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 4: Das Geheimnis wird Gemeinwissen

Dany auf ihrem Drachen Drogon: Sie ist sauer - zu recht! Foto: © 2019 Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are the property of Home Box Office, Inc.

Ein Segelausflug endet dramatisch, die Hände der Königinnen verhandeln und ein Geheimnis macht die Runde in der vierten Folge der letzten Staffel "Game of Thrones".

 

Vorsicht, Spoiler: Dieser Text enthält kaum bis gar nicht verschleierte Hinweise auf den Inhalt der aktuellen Folge von "Game of Thrones". Wenn Sie die vierte Folge der 8. Staffel noch nicht gesehen haben und nichts verraten bekommen möchten, sollten Sie den Artikel später lesen.


Was ist in der neuen Folge Game of Thrones passiert?

Das Paddeln hat sich für Gendry doch tatsächlich ausgezahlt, denn er ist nun Lord Gendry Baratheon von und zu Sturmkap. Prompt macht er Arya einen Antrag seine Lady zu sein, womit er die Häuser Baratheon und Stark endlich vereinen würde, doch Arya lehnt ab und geht lieber mit Sandor Clegane nach Süden.

Nach einer kurzen Beziehungspause reden Dany und Jon wieder miteinander. Die Mutter der Drachen möchte auf keinen Fall, dass Jons wahre Identität enthüllt wird. Bei einer kleinen Intervention unter Starks kommt Jons wahre Identität ans Licht – allerdings wirkt das von den Serienmachern ziemlich erzwungen.

In Winterfell erzählt Sansa Tyrion davon und dieser später Varys, als die zwei Berater nach Drachenstein segeln. Nun sei es kein Geheimnis mehr, sondern Gemeinwissen.

Letzte Folge war nicht ganz klar, ob Jons Reittier den Kampf gegen die Toten überstanden hat. Rhaegal erfreut sich zunächst bester Gesundheit und kann auch wieder fliegen - doch über Drachenstein wird er überraschend und definitiv (?) tödlich akkupunktiert. Fraglich ist, warum die Eiserne Flotte unter Euron Graufreud mit ihren Riesen-Armbrüsten nicht direkt auf Drogon mit Daenerys gezielt hat. Nun zerlegt Euron Graufreud Danys Flotte und die Überlebenden müssen sich an Land retten. Cersei lässt derweil das Gemeine Volk in den Roten Bergfried, um sie vor Daenerys zu schützen (manch einer würde sie Geiseln nennen).

Schutzbedürftig sind diese auf jeden Fall, denn Dany will keine Tyrannen in Westeros und das um jeden Preis. Trotz Varys‘ Warnung zeigt sie selbst langsam Anzeichen einer Tyrannin. Bei einem Gespräch unter Verrätern gestehen sich Tyrion und Varys, dass sie Jon für einen besseren König halten würden. Die Loyalität der Spinne liegt bekanntlich beim Volk, weshalb es den Anschein hat, dass er schon konkrete Pläne hat für den Fall, dass Dany beginnt, ihrem Vater nachzueifern.

Am Ende kommt es zu einer Unterredung zwischen Team Drache und Team Löwe. Erst treffen sich die Hände der Königinnen, Tyrion und Qyburn. Dann versucht der Gnom seine Schwester zu überreden, indem er sie an ihr Baby erinnert, das sterben dürfte, wenn sie nicht aufgibt.

Cercei belibt unbeeindruckt. Der Berg köpft auf ihr Zeichen die von Euron gefangen genommene Missandei und Dany ringt sichtlich mit ihrer Fassung - und Emilia Clarke hat einen großen Moment, denn so viel Hass, so viel Entsetzen, so viel Abscheu in einen Gesichtsausdruck zu packen - das ist großes Schauspiel. 

Vierte Folge Game of Thrones: Der beste Dialog?

…wurde mal wieder von einem Trio geführt. Tyrion und Jaime schwadronieren über alte Zeiten, als Bronn mit der Scheißhaus-Armbrust daherkommt. Da er auch auf einen Sieg der Drachenkönigin setzen würde, versucht er von den Lennister-Brüdern irgendetwas zu erpressen und bekommt schließlich Rosengarten. Die Chemie zwischen den Dreien ist so grandios wie eh und je.

Game of Thrones - Episode vier: Welche Überraschungen gab es?

Nach dem Kampf gegen den Nachtkönig war davon auszugehen, dass die Targaryen-Stark-Verbündeten den Großteil ihrer Truppen eingebüßt haben. Doch jetzt wird behauptet, dass gerade einmal die Hälfte umgekommen ist. Wo war denn dann bitte die andere Hälfte die ganze Zeit?

Vierte Folge Game of Thrones: Special Effects am Tiefpunkt?

Das Spezialeffekte-Team hat wohl keinen Bock mehr auf Drachen, Wölfe oder Riesen. Nach einer sehr schönen Abschiedsszene, bei der Thormund ankündigt, mit dem Freien Volk wieder nach Norden-Norden zu marschieren, sagt Jon, er soll Geist mitnehmen. Der Albino-Schattenwolf wird die ganze Zeit ignoriert und ohne sein Herrchen in den Kampf geschickt, weil dieser jetzt ein besseres Haustier hat? Schäm dich, Jon. Du hättest ihn wenigstens zum Abschied knuddeln können.

GoT: Wer ist dem Thron aktuell am nächsten?

Dany ist zwar vor Königsmund, doch von der Höhenmeteranzahl dürfte Cersei noch ein bisschen näher dran sein. Die Sprengerin der Ketten läuft gerade wutentbrannt auf ihren letzten Drachen zu, was vermutlich Cerseis Plan war, als sie Missandei die Ned-Stark-Diät verpasst hat. Schließlich stehen auf den Mauern der Hauptstadt noch immer die Riesen-Armbrüste.

Lesen Sie auch die Kritik von vergangener Woche: "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 3 - Das Gemetzel

Hier geht es zur Kritik der nächsten Folge: "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 5: Asche zu Asche

 

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