AZ-Kreativinterview Markus Maczey: „Man muss mutig sein“

, aktualisiert am 05.01.2018 - 14:10 Uhr
Markus Maczey ist seit 2008 bei Plan.Net. Er betreute Kunden wie BMW und das ZDF. Der 41-Jährige hat bereits eine stattliche Sammlung an Kreativpreisen (Cannes Lions, ADC, Eurobest, Webby Awards, D&AD Awards, LIAA) im Schrank stehen. Foto: Plan.Net

Im Rahmen des Wettbewerbs um das AZ-U5-Stipendium erzählt Markus Maczey, U5-Student von 1998 bis 2001 und Chef-Kreativer bei Plan.Net, von seiner Arbeit als Creative Director.

Mit dem AZ-U5-Stipendium vergibt die Abendzeitung einen Studienplatz an einer der bekanntesten Designakademien in Deutschland. Um nachzuhorchen, wie sich die Karrieren von U5-Studenten nach dem Abschluss entwickelt haben, laden wir an dieser Stelle ausgewählte U5ler zum Interview ein.

Heute mit: Markus Maczey, U5-Student von 1998 bis 2001 und Chef-Kreativer bei Plan.Net. Die Plan.Net-Gruppe ist die führende Digitalagentur Deutschlands, zählt darüber hinaus zu den größten Europas und ist an mehr als 25 internationalen Standorten vertreten.

AZ: Herr Maczey, stellen Sie sich doch bitte mal kurz vor und erklären Sie, was Sie als Kreativchef bei Plan.Net machen?
MARKUS MACZEY: Ich verantworte bei der Plan.Net-Gruppe das digitale kreative Produkt. Das heißt: Ich stelle sicher, dass unsere Arbeiten einem gewissen Anspruch bzw. Standard entsprechen. Zusätzlich helfe ich den Firmen in der Gruppe, sich kreativ weiterzuentwickeln und dabei, dass wir eine kreative Sichtbarkeit in der Außenwelt erlangen.

„Die Idee muss auch auf die Straße gebracht werden“

Hat die U5 ein Alleinstellungsmerkmal? Was ist besonders an der Ausbildung?
Die U5 ist eine sehr gute Kreativschule. Sie zielt schon von Anfang an auf die Kreativ-/Kommunikationsbranche ab. Für uns als Agenturen bedeutet das: Die Abgänger wissen schon, was sie erwartet, wenn sie bei uns anfangen.

Wie sieht es in der Branche aus? Ist eine geniale TV-Werbung die zündende Idee eines Einzelnen oder ein langer Prozess im Kollektiv?
Beides. Irgendjemand muss einmal die Idee haben. Egal, ob sie einem sofort unter der Dusche eingefallen ist, oder Idee 215 von 342 war. Der lange Prozess im Kollektiv beginnt meistens erst nach der Idee. Nämlich dieselbe auch wirklich auf die Straße zu bringen.

Wie und warum funktioniert eine gute Werbung? Der Edeka-Opa zum Beispiel.
Puh, wenn ich das in einem Satz beantworten könnte, wäre ich reich. Der Edeka-Opa hat eine Sache richtig gemacht, nämlich eigentlich alles falsch zu machen. Zu Weihnachten mit einem sehr traurigen Spot zu werben, in dem ein Großvater seinen eigenen Tod vortäuscht, war überraschend und hatte damit den verdienten Impact.

Was ist Ihre Lieblingswerbung? Oder Ihr Favorit in Sachen Kommunikationsdesign oder Produktdesign – und warum?
Ich habe jeden Monat eine neue Lieblingswerbung. In diesem gefällt mir die Einführung vom E-Mail-Dienst Mail-Chimp in den USA am besten. Da hat die Agentur neue Maßstäbe in puncto moderne Kommunikation im digitalen Zeitalter gesetzt.

Haben Sie noch einen Tipp für den künftigen AZ-U5-Stipendiaten?
Mutig sein und schauen, was in der Welt um einen herum passiert.


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