AZ-Konzertkritik Depeche Mode: Glitzer und Power aus einer anderen Welt

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Depeche Mode um Sänger Dave Gahan und Gitarrist Martin Gore begeisterten mit Klassikern und Songs des neuen Albums die Massen im Münchner Olympiastadion. Foto: Jens Niering

Wie aus einer anderen Welt präsentiert sich Depeche Mode am Freitagabend im Olympiastadion: Mit viel Glitzer, unglaublicher Power und einer Stimme, dass sich die Fans bis zum Boden biegen.

 

München - Wie er singt, wie er tanzt, wie er glitzert, wie er lacht, der Dave Gahan! Depeche Mode haben Hymnen an die Nacht geschrieben und so entwickelt ihr Konzert mehr Kraft, je länger die Nacht voranschreitet. Spielen die Synthie-Popper zu Beginn noch "So much Love" und "Going Backwards" vom neuen Album "Spirit", blicken sie im Verlauf des gigantischen Konzerts immer weiter zurück auf ihre fast vierzigjährige Karriere.

Dave Gahan (55), so wenig er mit seinen Glitzertätowierungen und seiner goldenen Weste von dieser Welt zu sein scheint, ist ganz präsent im ausverkauften Olympiastadion. Im Wechselspiel mit Martin Gore (55) entfaltet sich eine mächtige Kraft, die das Publikum zu permanenter Interaktion, zu Tanzen und Singen, antreibt.

Wenn Gore mit der Stimme eines gebrochenen Engels "A Question of Lust" singt, wenn Gahan herausschreit "Where's the Revolution" und sich mit dem Kopf bis zum Boden biegt, dann schreien die Zuschauer - und sie biegen sich mit.

Und der Schweiß spült den Glitzer fort, während Gahan mit dem Publikum dauerflirtet.

 

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