AZ-Kommentar Uber-Kooperation: Falscher Partner

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Kooperaton der Gemeinde Kirchheim mit dem Fahrdienst Uber.## Foto: Oliver Berg/dpa

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Kooperaton der Gemeinde Kirchheim mit dem Fahrdienst Uber.

 

Gewählte Politiker sollten sich schon genau anschauen, mit wem sie gemeinsam Sache machen. Da kann es um Steuergeld gehen. Aber auch um die Symbolik. Dass die Gemeinde Kirchheim Uber nun mit einer offiziellen Kooperation schmückt, ist bizarr und kurzsichtig.

Jeder Münchner Taxler kann einem Geschichten erzählen von Kollegen, die, entnervt von Uber, aufgegeben haben. Der klassische Taxler hat eine Prüfung durchlaufen, er muss sich an Tarife halten, auch wenn sich manche kurze Fahrt zum Arzt rein betriebswirtschaftlich nicht lohnt. Er sollte von seiner wichtigen Arbeit anständig leben können.

Uber kann das Taxiwesen zerstören

Uber ist der Konkurrent vom entfesselt freien Markt – mit dem Potenzial, das Taxiwesen zu zerstören. Ubers Kirchheim-Ticket mag günstig klingen. Es ist teuer erkauft. Dass man sich fragen kann, ob eine Gemeinde bewerben sollte, dass Kirchheimer aus der City nicht S-Bahn, sondern gleich Uber fahren, ist da nur noch ein weiterer Kritikpunkt.

 

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