AZ-Kommentar Trump-Aussetzer: Selbst schuld!

Viel zu spät wendet sich die Partei von Trump ab, findet AZ-Chefreporterin Natalie Kettinger. Foto: dpa/AZ

AZ Chefreporterin Natalie Kettinger über die verbalen Aussetzter des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

 

Keine Frage: Donald Trumps Äußerungen sind widerwärtig, sexistisch und absolut inakzeptabel. Doch sind sie auch überraschend? Nein.

Trump hat Behinderte nachgeäfft, die Mutter eines gefallenen US-Soldaten beschimpft, Geflüchtete mit Giftschlangen verglichen, Mexikaner mit Vergewaltigern gleichgesetzt und immer wieder Frauen beleidigt: als „fette Säue“, „Schlampen“, „ekelerregende Tiere“.

Es hätte Dutzende Gelegenheiten gegeben, empört zu sein und ihm die Gefolgschaft aufzukündigen. Die Republikaner haben ein bisschen gemurrt – und ihn gewähren lassen.

Erst jetzt, vier Wochen vor der Wahl, stellen sich einige Granden gegen ihren Spitzenkandidaten. Viel zu spät. Die Partei hätte längst reagieren und mit einer Alternative aufwarten müssen. Wenn Hillary Clinton nun am 8. November zur US-Präsidentin gewählt wird, sind daran vor allem Trumps Leute Schuld: Sie hätten ihn viel früher stoppen müssen.

 

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