AZ-Kommentar Söder hat's nicht leicht: Die lieben Parteifeinde

Ziemlich beste Feinde? Markus Söder mit Andreas Scheuer und Horst Seehofer während einer Sitzung des CSU-Vorstands in der CSU-Parteizentrale im Juni. Foto: Peter Kneffel/dpa

AZ-Chefredakteur Michael Schilling über die Rolle der CSU-Minister in Berlin.

Wer in Horst Seehofer manche böse Absicht vermutet (und solche Menschen soll es ja geben), dem wird diese Theorie gefallen: Der CSU-Chef führt sich seit Monaten in Berlin auf wie die Axt im Walde, um seinem langjährigen Rivalen Markus Söder in dessen Landtagswahlkampf richtig eins reinzuwürgen; die CSU im freien Fall.

Seehofer (69) kennt sein Verfallsdatum; seinen Erzrivalen mitzuziehen in die politische Versenkung – wäre das keine finale Genugtuung? Und nun das absurde Gedankenspiel von Andreas Scheuer, Verkehrsminister und Seehofer-Adlatus in Berlin, im Diesel-Skandal die arglosen Autokäufer zur Kasse zu bitten: Das ist exakt so ruch- und instinktlos wie Seehofers Vorgehen in der Causa Maaßen. Wer Parteifreunde hat wie Wahlkämpfer Söder, braucht keine Feinde mehr.

 

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