AZ-Kommentar Rot-grüne Verkehrspolitik: Realitätssinn würde nicht schaden

Die geplanten beidseitigen Radwege auf der Fraunhoferstraße sollten eigentlich am Mittwoch im Stadtrat beschlossen werden. Foto: Visualisierung A. Gregor/Grüne

Vize-Chefredakteur Thomas Müller über die autofreie Fraunhoferstraße und freie Fahrt für Radler.

 

Hopp oder top, schwarz oder weiß, ganz oder gar nicht. Auto-Kollaps oder autofrei – nach diesem Prinzip wird in München gerade Verkehrspolitik gemacht.

Am Beispiel Fraunhoferstraße wird sich zeigen, dass die Verheißung, eine sichere und schnelle Radl-Verbindung Altstadt-Isar zu schaffen, enttäuscht werden wird.

Paketzusteller, Lieferanten, Handwerker, Taxis, von Anwohnern ganz zu schweigen, werden nämlich auch künftig kaum nur mit (Lasten-)Radln oder E-Scootern unterwegs sein – und ihr Vehikel dann wo abstellen? Auf den Radl-Streifen, logisch.

Und was ist mit den Alten oder Gehbehinderten? Für die ist in den autofreien Träumen in der Fraunhoferstraße oder diversen Fußgängerzonen-Plänen eh kein Platz mehr.

Ein bisserl weniger Ideologie, dafür etwas mehr Realitätssinn, Kompromissbereitschaft und Phantasie würde der grün-roten Verkehrspolitik nicht schaden.

 

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