AZ-Kommentar Ronaldos und Messis WM-Aus: Götterdämmerung

Lionel Messi (l.) und Cristiano Ronaldo sind raus - weshalb die beiden Superstars aus der Nationalmannschaft zurücktreten sollten. Foto: Andre Penner/Cezaro De Luca/dpa/AZ

Cristiano Ronaldo und Lionel Messi scheitern mit ihren Mannschaften bereits im Achtelfinale der WM 2018. Für die beiden Superstars könnte es ihre letzte Weltmeisterschaft gewesen sein, ein Umbruch muss her. Ein Kommentar von AZ-Onlineredakteur Michael Schleicher.

Der Vorhang fällt – diesmal war für Cristiano Ronaldo (33) und Lionel Messi (31) schon im WM-Achtelfinale Schluss. Die zwei größten Spieler unserer Zeit verlassen ohne viel Spektakel die internationale Fußball-Bühne – allerdings nur vorerst.

Die Zukunft der beiden? Noch unklar! Direkt nach dem Spiel wollte sich keiner der beiden Ausnahme-Kicker zu einem möglichen Rücktritt aus der jeweiligen Nationalmannschaft äußern. Legen die Offensivmänner also nochmal eine Weltmeisterschaft drauf? Ronaldo wäre bei der WM 2022 in Katar stolze 37 Jahre alt, Messi 35. Fraglich ist, ob beide Spieler in diesem hohen Alter noch Höchstleistungen abrufen könnten. Doch vor allem Ronaldo zeigt jetzt, im bereits fortgeschrittenen Fußballer-Alter, nochmal außergewöhnliche Leistungen – ein Beispiel dafür war sein erster Auftritt für Portugal bei dieser Fußball-WM gegen Spanien. Ob das allerdings in vier Jahren immer noch so sein wird, ist mehr als fraglich.

Lionel Messi bleibt der Unvollendete

Sollten Ronaldo und Messi jetzt bei der Nationalmannschaft aufhören, können beide dennoch mit Stolz abtreten. Ronaldo erfüllte sich 2016 mit dem EM-Sieg noch den Traum eines Titels mit der Nationalmannschaft. Messi hingegen, der beim FC Barcelona sämtliche Bestmarken und Rekorde sprengte und bei der WM 2014 im Finale an Deutschland scheiterte, bleibt im Argentinien-Dress vor allem eines: Der Unvollendete.

Diese Weltmeisterschaft und auch die beiden Achtelfinalspiele haben gezeigt: Ein Ausnahmekönner allein reicht nicht, um den Erfolg der Mannschaft zu garantieren. Für Ronaldo und Messi ist mit der Nationalmannschaft nichts (mehr) zu holen – die beiden sollten mit ihrem Rücktritt den Umbruch einleiten. Ohnehin hat sich in den letzten Jahren eine neue Generation von Ausnahmetalenten hervorgetan – Frankreichs Kylian Mbappé, der das im Achtelfinale eindrucksvoll bewiesen hat, ist da nur einer von vielen.

Doch noch ist das letze Wort nicht gesprochen: Portugal, Argentinien und die gesamte Fußball-Welt werden mit Spannung die Entscheidung der beiden Top-Stars erwarten. Möglicherweise wurde der gefallene Vorhang für "CR7" und den "Messias" ja nur vorübergehend zugezogen – bis zum nächsten Auftritt auf der internationalen Fußball-Bühne.

 
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