AZ-Kommentar Polizeikontrollen: Verlässlichkeit ist nötig

Der Chefredakteur Michael Schilling über die Münchner und die Polizei. Foto: Matthias Balk/dpa

Der Chefredakteur über die Münchner und die Polizei.

 

Zu Wochenbeginn haben sich etliche Leser bei der AZ gemeldet. Sie seien von der Polizei – trotz Einhaltung des Mindestabstands – behelligt worden. Eine Leserin schilderte, einzelne ältere Frauen seien ebenso von
Bänken vertrieben worden wie "ein Vater, der mit  seinem Kleinkind auf dem Schoß auf der Bank sitzt".

Während das öffentliche Leben heruntergefahren ist, wie Ministerpräsident Söder es nennt, stockt die von Überstunden geplagte Münchner Polizei die Zahl ihrer Einsatzkräfte auf. Zu einem vermeintlichen Einbruch zweier Jugendlicher in ein Büro fuhren am Wochenende zehn Streifen, zu einem Einbruch in eine Bäckerei 15 Streifen.

Verlässlichkeit der Regeln ist angesagt

Dass die Polizei Präsenz zeigt und auf die Durchsetzung der Regeln achtet, ist völlig richtig und lobenswert. So wichtig es sein mag, sich an Regeln zu halten, so wichtig ist es auch, dass diese verlässlich gelten und nicht mal in die eine, mal in die andere Richtung ausgelegt werden.

Die Menschen sind angesichts der Beschneidung ihrer Rechte schon irritiert genug.

 

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