AZ-Kommentar MVV-Pläne: Noch kein Durchbruch

Bis die Münchner komplett von Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, wird es wohl noch etwas dauern. Foto: imago, AZ-Montage

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Strategien des MVV-Chefs.

 

OB Dieter Reiter könne die Münchner schon aufrufen, das Auto abzuschaffen, sagt Bernd Rosenbusch. Nur: Wenn sie das auch täten, sei der Effekt eben lediglich, dass ein Starnberger SUV mehr in der Stadt parkt.

Der Mann hat recht: Die Stadt ächzt zuallererst unter den Massen an Gemütlichkeits-Berufspendlern, die auch mit den Öffentlichen in die Stadt fahren könnten, aber lieber das Auto nehmen. Ideen wie die, sie mit ganz neuen Angeboten wie Schnellbussen, die über den Standstreifen der Autobahn am Stau vorbeirauschen zum MVV zu locken, sind notwendig und zeitgemäß.

Und doch gehört wohl zur Wahrheit: Einen echten Durchbruch für weniger Blechmassen und bessere Luft in der Stadt wird es nur mit schmerzhafteren Maßnahmen geben. Ob es eine Citymaut ist, Einfahr-Ampeln, die Schluss machen, wenn bereits zu viele Autos in der Stadt sind oder was auch immer. Schnellbusse auf jeden Fall sind eine gute Idee. Aber sicher noch nicht genug.

 

7 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading