AZ-Kommentar Mehrwegsystem am Viktualienmarkt: Wenig Mehrwert

Die Vize-Lokalchefin über Mehrweg in München: Wenig Mehrwehrt. Foto: Emily Engels

Die Vize-Lokalchefin über Mehrweg in München.

 

Der Viktualienmarkt führt ein Mehrwegsystem ein – was wäre das für eine große Nachricht! Das, was Kommunalreferentin und CSU-OB-Kandidatin Kristina Frank allerdings gestern mit großer Geste vorgestellt hat, ist allenfalls ein Mini-Schritt – und gar nicht ihr Verdienst.

Ein privater Anbieter möchte eine Mehrwegschüssel anbieten. Das ist sehr lobenswert und sicherlich auch zukunftsgewandt.

Und nun kommt die Politik: Statt sich lächelnd danebenzustellen, wenn einzelne Firmen etwas wagen, wäre aktiveres politisches Handeln mit größeren Zielen angebracht. Denn in der Mehrwegfrage steht Deutschland deutlich schlechter da als noch vor ein paar Jahren. Und die Quote sinkt einfach jedes Jahr weiter.

Hier muss die Politik aufhören, lediglich an den guten Willen der Hersteller zu appellieren. Es gibt mutige, einfache Schritte für Plastikvermeidung: Was spricht dagegen, Sprudelwasser oder Saft nur noch in Mehrwegflaschen aus Glas oder PET anzubieten? Gar nichts.

Einweg-Pfandflaschen, die nach einmaligem Gebrauch geschreddert und zu Müll werden, könnte die Politik konkret verbieten. Sie muss es aber eben auch machen! In Berlin. Wo die CSU selbst mitregiert.

 

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