AZ-Kommentar Koalitionsoptionen im Rathaus: Jede Wette

Lokalchef Felix Müller über die Koalitionsoptionen im Rathaus. Foto: Peter Kneffel/dpa, AZ

Lokalchef Felix Müller über die Koalitionsoptionen im Rathaus.

 

Ich gehe eine Wette ein. Wenn Sie mögen auch eine hohe. München wird bald von Grünen und Roten regiert. Es spricht so viel dafür, dass sich leise Zweifler nicht durchsetzen werden. Dieter Reiter macht nach sechs Jahren Pause mit dem langjährigen Christian-Ude-Bündnis weiter: sozial-ökologisch für die Stadt. Dafür spricht die klare Mehrheit im Stadtrat – und die fehlende für Schwarz-Rot. Dafür spricht die neue Führungsriege der Rathaus-SPD, im Herzen Rot-Grüne. Dafür spricht, dass Reiter inzwischen ein Herz für grüne Themen entdeckt hat. Und: die Basis beider Parteien.

Doch Rot-Grün in München war einst ein Generationenprojekt der 68er, von ehemaligen Hausbesetzern, Mieterkämpfern, Dritte-Welt-Aktivisten.

Wiederbelebt unter umgekehrten Vorzeichen, muss Grün-Rot nun erst entwickeln, wofür es in schwierigen Zeiten und mit einer neuen Generation konkret stehen will. Die fetten Jahre könnten vorbei sein. Und das sozial-ökologische Bündnis häufig gezwungen, sich zu entscheiden, was es sich leistet. Das Soziale. Oder das Ökologische.

 

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