AZ-Kommentar Klimaschutz: Jeder Einzelne muss umdenken und verzichten

Natalie Kettinger kommentiert: "Auch, wenn es wehtut." Foto: dpa/Christoph Soeder

Klimaschutz wird teuer und jeden etwas angehen, findet AZ-Politik-Chefin Natalie Kettinger. Ein AZ-Kommentar über Klimaschutz im Kleinen.

 

Sind wir doch mal ehrlich. Will man der Erderwärmung ernsthaft etwas entgegensetzen, dann ist es mit einem Förderprogramm für E-Autos und der mantramäßigen Beschwörung eines besseren ÖPNV nicht getan. Auch der Streit um CO2-Steuer oder -Zertifikate ist letztlich eine Alibi-Debatte, weil stets unausgesprochen bleibt, um was es wirklich geht: Der Klimaschutz wird teuer. Und zwar für jeden Einzelnen.

Klimaschutz im Kleinen: Umdenken und verzichten

Die Energiepreise werden steigen, egal, welches Konzept man zugrunde legt. Ob Autofahren, Fliegen oder importierte Lebensmittel: All das wird künftig mehr Geld kosten. Die Zauberworte der Zukunft (die manch einer vermutlich nicht gerne hört) lauten auch deshalb: Umdenken – und Verzicht. Radeln statt Rasen, Flixbus statt Fernstrecke, regionale Kuh statt Kobe-Rind, Mehrweg statt Plastik, bewusstes Kaufen statt Konsum- Exzess. Auch, wenn es wehtut. Verzicht und Umdenken sparen nicht nur Geld – sie sind unausweichlich, wenn die nächsten Generationen nicht noch mehr unter den Folgen des Klimawandels leiden sollen.

Deshalb muss nicht nur die Politik jetzt endlich liefern – sondern auch jeder Einzelne.

 

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