AZ-Kommentar Kein zweiter Stürmer: FC Bayern, das hat sich gerächt!

Robert Lewandowski braucht dringend einen Nebenmann von Weltformat. Meint Patrick Mayer, Fußballchef der AZ-Digital. Foto: AZ-Montage, sampics/Augenklick

Der FC Bayern hadert weiter mit dem frühen Aussscheiden in der Champions League. Ein Grund für das Scheitern ist hausgemacht. Ein Kommentar.

Es wurde hektisch nach dem Champions-League-K.o. des FC Bayern im Sky-Studio. Wild gestikulierend – und Köpfe schüttelnd – analysierten Kult-Experte Erik Meijer und Promi-Fan Boris Becker das Aus in der Königsklasse gegen den FC Liverpool.

Robert Lewandowski aus dem Spiel

Sie machten gemeinsam einen entscheidenden Grund aus: Jede Spitzenmannschaft in Europa habe einen zweiten Stürmer auf Topniveau, brüllte Meijer in seinem typisch schwungvollen Holländer-Deutsch durch den Saal. Becker nickte eifrig, zupfte sich seinen Anzug zurecht.

Über Meinungen kann man bekanntlich streiten. Bei dieser These fällt es jedoch schwer. Robert Lewandowski war gegen die "Reds" völlig aus dem Spiel – sowohl an der Anfield Road, als auch beim Showdown in Fröttmaning.

Doch: Der FC Bayern hatte niemanden auf der Bank, um im Sturmzentrum nachzulegen. Notfalls mit der viel zitierten Brechstange, die wäre in solch einer Situation ja kein Verbrechen gewesen. Sandro Wagner kickt mittlerweile in China, hätte im Winter ohne Not gehalten werden können.

Timo Werner wäre eine Alternative

Ob sich Timo Werner von RB Leipzig das Spiel zu Hause vor dem Fernseher angeschaut hat? Man weiß es nicht. Aber: Er wäre genau ein solcher Stürmer, der nochmal richtig Dampf reinbringen würde. Und auch Druck auf Lewandowski aufbauen würde.

Ein junger Mann, um den sich die Bayern nun mehr denn je bemühen sollten. Denn: Diesmal hat sich (auch) gerächt, dass die Münchner keinen zweiten Stürmer von Weltformat auf der Bank sitzen hatten.

 

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